Der Sportwagenhersteller Porsche baut im Zuge seines Sparprogramms weitere 5.000 Stellen ab. Das berichtet die Nachrichtenagentur ntv unter Berufung auf Unternehmenskreise. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der geplanten Stellenstreichungen auf rund 10.000. Der Abbau betrifft vor allem die Produktion und die Verwaltung am Standort Stuttgart-Zuffenhausen.
Sparkurs verschärft sich
Porsche reagiert mit dem Schritt auf die schwierige Lage in der Automobilbranche. Hohe Investitionen in Elektromobilität und Digitalisierung belasten die Gewinne. Zudem sinken die Verkaufszahlen in wichtigen Märkten wie China und Europa. Das Unternehmen hatte bereits im vergangenen Jahr ein Kostensenkungsprogramm angekündigt, das nun ausgeweitet wird.
Betriebsrat übt scharfe Kritik
Der Betriebsrat von Porsche zeigte sich empört über die Pläne. „Wir werden uns mit allen Mitteln gegen diese Massenentlassungen wehren“, sagte ein Sprecher. Die Arbeitnehmervertretung fordert stattdessen eine Zukunftsoffensive mit Umschulungen und Altersteilzeit. Porsche selbst betont, dass betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden sollen. Stattdessen setzt man auf Abfindungen und Vorruhestandsregelungen.
Auswirkungen auf die Region Stuttgart
Die Region Stuttgart ist stark von der Automobilindustrie abhängig. Der Stellenabbau bei Porsche könnte weitere negative Effekte auf Zulieferer und den Arbeitsmarkt haben. Nach Angaben des Landes Baden-Württemberg sind in der Branche insgesamt rund 200.000 Menschen beschäftigt. Gewerkschaften warnen vor einer Deindustrialisierung und fordern staatliche Hilfen.
Porsche-Chef verteidigt die Maßnahmen
Porsche-Vorstandschef Oliver Blume verteidigte den Sparkurs. „Wir müssen unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern. Die Maßnahmen sind unvermeidbar, um die Transformation zu meistern.“ Gleichzeitig kündigte er Investitionen in neue Modelle und Technologien an, darunter die Entwicklung eines vollelektrischen SUV-Flaggschiffs.



