Lustrinelli bringt drei neue Schweizer Co-Trainer zu Union
Lustrinelli bringt drei Schweizer Co-Trainer zu Union

Alle haben eines gemeinsam: Lustrinelli bringt drei neue Trainer aus der Schweiz mit zu Union. Mauro Lustrinelli (50) stellt sein neues Trainerteam vor, das Ende des Monats in Köpenick seine Arbeit aufnimmt. Die Union-Urgesteine Sebastian Bönig (44) und Adrian Wittmann (40) bleiben an Bord. Dazu gesellen sich drei neue Co-Trainer aus der Schweiz: Michel Renggli (46), Sascha Stauch (51) und Enrico Schirinzi (41). Auffällig ist, dass alle drei, wie Lustrinelli selbst, über umfangreiche Erfahrung in der Nachwuchsarbeit verfügen. Bemerkenswert ist auch, dass keiner der drei aus Thun kommt, wo Lustrinelli zuvor tätig war.

Michel Renggli

Renggli ist der Einzige des neuen Co-Trainer-Trios, der noch nie mit Lustrinelli zusammengearbeitet hat. Allerdings kennen sich die beiden aus ihrer gemeinsamen Zeit als Profis beim FC Thun in der Saison 2004/05. Zuletzt trainierte Renggli die U21 des FC Luzern. Überraschenderweise wurde er dort bis April als Kandidat für den Cheftrainer-Posten der Profis gehandelt. Den Vorzug im internen Auswahlverfahren bekam jedoch überraschend U17-Trainer Jörg Portmann (49). Daraufhin verließ Renggli den Verein. Mit dem Luzerner Nachwuchs war er erfolgreich: 2023 gewann er die Meisterschaft in der Promotion League, der dritthöchsten Schweizer Liga.

Statt eines Karriereknick wagt Renggli nun den Schritt in die Bundesliga. Er bringt viel Erfahrung in der Spielerentwicklung mit, insbesondere bei jüngeren Talenten.

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Sascha Stauch

Auch Stauch ist erfahren in der Entwicklung junger Spieler. Bis letztes Jahr trainierte er die Schweizer U21-Nationalmannschaft. Dort war er nicht nur indirekter Nachfolger von Lustrinelli, sondern von 2018 bis 2022 auch dessen Co-Trainer. Stauch kommt aus einer bewegten Lebensphase. Im November wurde er vom Schweizer Verband entlassen. Kurz darauf verstarb sein Vater nach längerer Krankheit. Bereits 2016, im Alter von 35 Jahren, verlor er seine Frau an Krebs. Stauch musste die beiden Kinder (damals 12 und 14) allein großziehen. Im Interview mit dem Blick sagt er dazu: „Ich war früher viel impulsiver, habe mich mehr aufgeregt. Heute genieße ich jeden Tag, blicke gelassener auf das Leben.“ Im neuen Trainer-Team bei Union wird Stauch voraussichtlich für die tägliche Trainingsarbeit der Profis zuständig sein.

Enrico Schirinzi

Schirinzi stößt als Analyst zum neu formierten Team hinzu. In der vergangenen Saison trainierte er die U17 der Young Boys Bern. Auch er arbeitete bei der Schweizer U21-Nationalmannschaft mit Lustrinelli zusammen: Dort war er von 2019 bis 2022 als Videoanalyst tätig.

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