ILA Berlin endet mit Besucherrekord und Fokus auf Verteidigung
ILA Berlin: Besucherplus und neue Kampfflugzeug-Projekte

ILA Berlin mit Besucherplus beendet

Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin (ILA Berlin) ist mit einem deutlichen Besucherplus zu Ende gegangen. Wie die Veranstalter mitteilten, kamen rund 110.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Messe am Flughafen BER. Dies bedeutet eine Steigerung von 15.000 Gästen im Vergleich zur vorherigen Ausstellung vor zwei Jahren, die 95.000 Besucher zählte.

Rekordbeteiligung und internationale Aussteller

Insgesamt präsentierten 765 Aussteller aus 37 Nationen vom 10. bis 14. Juni ihre neuesten Produkte und Innovationen aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung. Neben den Ausstellungen gab es Diskussionsrunden sowie Flugvorführungen sowohl militärischer als auch ziviler Art.

Bedeutung der Luft- und Raumfahrtindustrie

Marie-Christine von Hahn, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), betonte: „Die Luft- und Raumfahrt ist sowohl Schlüsselindustrie als auch strategische Infrastruktur.“ Der BDLI veranstaltet die ILA gemeinsam mit der Messe Berlin. Zur Eröffnung war auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) anwesend.

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Neues Kampfflugzeug-Projekt angekündigt

Nach dem Aus des französisch-deutschen Kampfflugzeug-Projekts FCAS wurde auf der ILA bekannt, dass acht Rüstungsunternehmen – darunter Airbus, MTU, Hensoldt, MBDA, Autoflug, Diehl Defence, Liebherr sowie Rohde und Schwarz – für die Entwicklung eines neuen Kampfflugzeugs bereitstehen. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung der Verteidigungsindustrie auf der Messe.

Proteste auf der ILA

Die Ausstellung war auch Schauplatz politischer Proteste. Am 10. Juni blockierten Pro-Palästina-Aktivisten den Zugang zur Messe, indem sie sich auf die Straße klebten. Polizeikräfte lösten die Männer und Frauen von der Fahrbahn, um den Zugang wieder freizugeben.

Geschichte der ILA

Die ILA blickt auf eine lange Geschichte zurück: Sie begann 1909 mit der ersten internationalen Luftschifffahrt-Ausstellung in Frankfurt am Main. Später zog sie nach Berlin um und fand zeitweise auch in Hannover statt. Seit 1992 wird die Ausstellung in Berlin-Schönefeld ausgerichtet, mittlerweile am Flughafen BER.

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