Paolo Maldini tritt nach 16 Tagen als Technischer Direktor zurück
Maldini tritt nach 16 Tagen zurück

Paolo Maldini (58) und sein Berater Leonardo (56) treten laut übereinstimmenden Medienberichten bereits nach nur 16 Tagen von ihren Ämtern als Technischer Direktor beim italienischen Fußballverband FIGC zurück. Die beiden früheren Weltstars waren erst am 11. Juli mit großen Erwartungen verpflichtet worden, nun kommt es zum überraschenden Ende.

Rücktritt während Verbandssitzung

Nach Informationen von „Sky Italia“ informierten Maldini und Leonardo Verbandspräsident Giovanni Malagò über ihren Entschluss, während dieser an einem Treffen mit Vertretern der Liga und verschiedener Verbände in Rom teilnahm. Eine offizielle Bestätigung des Rücktritts liegt zunächst nicht vor. Auch Teilnehmer der Sitzung bestätigten den Vorgang laut der „Gazzetta dello Sport“ vorerst nicht.

Pirlo-Personalie als Auslöser

Hintergrund der überraschenden Entwicklung ist die Diskussion um Andrea Pirlo (47) als neuen Nationaltrainer Italiens. Der Weltmeister von 2006 machte inzwischen deutlich, dass er für den Posten nicht mehr zur Verfügung steht. Grund dafür ist die anhaltende Kritik an seinen vielfältigen Verbindungen nach Russland. Eine offizielle Mitteilung des Verbandes, wonach Pirlo nicht länger Kandidat ist, steht jedoch noch aus.

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Maldini hatte sich intern für seinen langjährigen Nationalmannschaftskollegen Pirlo eingesetzt, nachdem Pep Guardiola (55), einst Trainer des FC Bayern und von Manchester City, dem Verband abgesagt hatte. Zuvor war berichtet worden, dass sich die FIGC und Pirlo bereits auf einen Vierjahresvertrag bis zur Weltmeisterschaft 2030 verständigt hätten. Der ehemalige Mittelfeldregisseur absolvierte 116 Länderspiele und gehörte zu den prägenden Figuren der italienischen Weltmeistermannschaft von 2006.

Russland-Verbindungen werden zum Problem

Am vergangenen Wochenende kamen Berichte auf, wonach Pirlos geschäftliche Verbindungen nach Russland die geplante Verpflichtung ins Wanken bringen. Aktuell arbeitet Pirlo als Trainer des United FC Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Eigentümer des Klubs ist der russische Milliardär Sergej Lomakin. Zudem ist der italienische Mittelfeldspieler als globaler Markenbotschafter für den russischen Wettanbieter Fonbet tätig. Diese Verbindungen sorgten für erheblichen Widerstand innerhalb des Verbandes und der italienischen Öffentlichkeit.

Der Rücktritt von Maldini und Leonardo nach nur 16 Tagen ist ein schwerer Schlag für die FIGC. Die beiden sollten eigentlich den italienischen Fußball sportlich neu ausrichten. Nun steht der Verband ohne Technischen Direktor da und muss sich nach neuen Kandidaten für die Nationaltrainer-Position umsehen.

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