Lothar Matthäus hat sich in seiner Kolumne für eine doppelte Startelf-Revolution im DFB-Team ausgesprochen. Der Rekordnationalspieler fordert, dass sowohl Joshua Kimmich als auch Deniz Undav im bevorstehenden Testspiel gegen Paraguay von Anfang an spielen sollen. Matthäus begründet seine Forderung mit der Notwendigkeit, neue Impulse zu setzen und die Mannschaft für die WM 2026 zu formen.
Kimmich und Undav als Schlüsselspieler
Matthäus sieht in Kimmich einen unverzichtbaren Führungsspieler, der auf mehreren Positionen eingesetzt werden kann. „Joshua Kimmich ist ein absoluter Leader und sollte im zentralen Mittelfeld gesetzt sein“, so Matthäus. Auch Deniz Undav, der zuletzt beim VfB Stuttgart überzeugte, verdiene eine Chance von Beginn an. „Undav hat in der Bundesliga gezeigt, dass er Tore garantieren kann. Er braucht jetzt das Vertrauen des Trainers“, erklärte der Weltmeister von 1990.
Kritik an bisheriger Aufstellung
Matthäus übte zugleich Kritik an der bisherigen Startelf von Bundestrainer Julian Nagelsmann. „Die Mannschaft hat gegen Ecuador gezeigt, dass sie noch nicht eingespielt ist. Es fehlt an Durchschlagskraft und Kreativität“, monierte Matthäus. Er fordert daher mutige Entscheidungen: „Nagelsmann muss jetzt klare Ansagen machen und die Formation umbauen. Eine doppelte Veränderung in der Startelf wäre ein starkes Signal.“
Die Diskussion um die Aufstellung kommt wenige Tage vor dem Testspiel gegen Paraguay, das als letzter Härtetest vor der WM gilt. Experten erwarten, dass Nagelsmann zumindest auf einer Position experimentieren wird. Ob es tatsächlich zu einer doppelten Revolution kommt, bleibt abzuwarten.



