Messi bei sechster WM: Die Evolution eines Ausnahmekönners
Messi bei sechster WM: Die Evolution eines Ausnahmekönners

Lionel Messi steht vor seiner sechsten Weltmeisterschaft – ein Rekord, den nur wenige Spieler erreicht haben. Der argentinische Superstar hat die Chance, zum zweiten Mal Weltmeister zu werden, nachdem er 2022 in Katar den Titel holte. Ein Blick auf seine bisherigen WM-Turniere zeigt, wie sehr sich Messi im Laufe seiner Karriere immer wieder neu erfunden hat.

Die Anfänge: 2006 in Deutschland

Bei seiner ersten WM 2006 in Deutschland war Messi gerade 18 Jahre alt und noch ein junger Talent, das bei Barcelona erste Akzente setzte. Er kam in vier Spielen zum Einsatz, meist als Einwechselspieler, und erzielte ein Tor gegen Serbien und Montenegro. Argentinien schied im Viertelfinale gegen Deutschland aus. Messi war damals noch nicht der unumstrittene Führungsspieler, aber sein Potenzial war unübersehbar.

Der Aufstieg: 2010 in Südafrika

Vier Jahre später in Südafrika war Messi bereits der Star des Teams, aber die Erwartungen lasteten schwer auf ihm. Er trug die Nummer 10 und war der zentrale Spieler im Angriff. Dennoch blieb er torlos – ein Novum für ihn. Argentinien erreichte erneut das Viertelfinale, wo es gegen Deutschland eine deutliche 0:4-Niederlage gab. Messi wirkte oft frustriert und konnte sein Können nicht voll entfalten.

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Die Reife: 2014 in Brasilien

Die WM 2014 in Brasilien war ein Wendepunkt. Messi führte Argentinien als Kapitän ins Finale, erzielte vier Tore in der Gruppenphase und wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt. Im Finale unterlag Argentinien Deutschland in der Verlängerung mit 0:1. Messi weinte nach dem Spiel – es war der schmerzhafteste Moment seiner Karriere. Dennoch zeigte er, dass er ein Team führen und unter Druck Höchstleistungen bringen kann.

Die Krise: 2018 in Russland

2018 in Russland war Messi 31 Jahre alt und galt als alternder Star. Argentinien kämpfte in der Gruppenphase, qualifizierte sich knapp, und schied im Achtelfinale gegen Frankreich mit 3:4 aus. Messi erzielte ein Tor und bereitete zwei vor, aber die Mannschaft wirkte unausgeglichen. Kritiker fragten, ob Messi noch das Niveau für eine WM habe. Er selbst gab zu, dass die Niederlage schwer zu verkraften war.

Die Erlösung: 2022 in Katar

Die WM 2022 in Katar war die Krönung. Messi, mittlerweile 35, spielte eine herausragende Turnier: sieben Tore und drei Vorlagen, darunter zwei Tore im Finale gegen Frankreich, das Argentinien im Elfmeterschießen gewann. Er wurde zum besten Spieler des Turniers gekürt und erfüllte sich den Traum vom Weltmeistertitel. „Es ist unglaublich. Ich habe mein ganzes Leben davon geträumt“, sagte Messi nach dem Sieg.

Die Gegenwart: 2026 in den USA, Kanada und Mexiko

Nun steht die sechste WM an. Messi ist 39 Jahre alt und spielt inzwischen bei Inter Miami in der MLS. Seine Rolle hat sich verändert: Er ist nicht mehr der unermüdliche Dribbler, sondern ein Spielmacher, der das Spiel lenkt und seine Erfahrung einbringt. Argentinien ist Titelverteidiger und zählt zu den Favoriten. „Ich genieße jeden Moment. Diese WM ist etwas Besonderes, weil es meine letzte sein könnte“, sagte Messi im Vorfeld.

Die Entwicklung Messis von einem jungen Talent zu einem reifen Anführer ist bemerkenswert. Jede WM hat ihn geprägt und verändert. Ob er den Titel verteidigen kann, bleibt abzuwarten, aber seine Geschichte ist bereits legendär.

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