Lionel Messi hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 einen Negativ-Rekord aufgestellt. Der argentinische Superstar verschoss im Achtelfinale gegen Ägypten den zweiten Elfmeter im Turnierverlauf – ein Novum in der WM-Geschichte, Elfmeterschießen nicht eingerechnet. In der 21. Minute in Atlanta scheiterte Messi mit einem halbhohen Schuss an Ägyptens Torwart Mostafa Shoubir. Zu diesem Zeitpunkt führten die Ägypter durch ein Tor von Yasser Ibrahim (15.) mit 1:0. Argentinien gewann am Ende durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 3:2.
Messi mit 20 WM-Toren – aber nur 50 Prozent Quote bei Elfmetern
Messi, der bei der WM bis dahin sieben Tore erzielt und mit insgesamt 20 WM-Toren die Bestmarke von Miroslav Klose (16) übertroffen hatte, war bereits in der Gruppenphase beim 2:0 gegen Österreich mit einem Strafstoß gescheitert. Damals traf er das Tor nicht, erzielte später aber beide Treffer für den Titelverteidiger. Insgesamt hat der 39-Jährige bei seinen sechs WM-Teilnahmen nun vier von acht Elfmetern verschossen – eine Quote von nur 50 Prozent. 2018 in Russland vergab er einen Elfmeter gegen Island, 2022 auf dem Weg zum Titel in Katar einen weiteren gegen Polen.
Blatter attackiert Infantino: „Hat sich Trump unterworfen“
Der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter hat seinen Nachfolger Gianni Infantino im Umgang mit der Sperre des US-Spielers Folarin Balogun scharf kritisiert. „Der heutige FIFA-Präsident hat sich Donald Trump unterworfen. Das darf nicht passieren“, sagte Blatter dem Schweizer Newsportal „nau.ch“. Blatter forderte zudem eine unabhängige Persönlichkeit an der FIFA-Spitze: „Vielleicht sogar jemanden von außerhalb des Systems.“ Die Intervention von Trump sei „inakzeptabel“, so der 90-Jährige: „So etwas hätte es zu meiner Zeit nicht gegeben.“
Völler: „Dem Fußball geschadet“ – Belgien stichelt gegen Trump
DFB-Sportdirektor Rudi Völler kritisierte die Aufhebung der Rot-Sperre für Balogun nach einem Anruf zwischen Trump und Infantino scharf. „Selbst wenn es nicht den Anruf bei Infantino gegeben hätte, wäre das Ganze furchtbar für den Fußball. Gott sei Dank hat Belgien gewonnen“, sagte Völler in einer Medienrunde. Infantino werde nach dem Erfolg Belgiens ein „Stein vom Herzen gefallen sein“. Die Entscheidung habe „definitiv dem Fußball geschadet“.
Der belgische Fußball-Verband (RBFA) feierte den Achtelfinal-Triumph über die USA mit einer Spitze gegen Trump. Nach dem 4:1 postete der Verband bei X ein Bild von Torschütze Romelu Lukaku mit einer Hand am Ohr und schrieb: „Macht das mal rückgängig.“ Lukaku und Co. hatten bereits beim Torjubel einen Tanz gezeigt, der an den berühmten „Trump-Dance“ erinnerte.
Balogun versteht Aufregung – Schweinsteiger kritisiert FIFA
US-Stürmer Folarin Balogun äußerte sich erstmals selbst zum Hin und Her um seine Sperre. „Natürlich ist es dann kontrovers, wenn die Entscheidung geändert wird“, sagte der 25-Jährige nach dem 1:4 gegen Belgien. Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger kritisierte die FIFA in seiner Rolle als ARD-Experte: „Es darf nicht dazu kommen, dass Staaten eingreifen. Das geht nicht.“ Er könne die Entscheidung „nicht nachvollziehen“.
Belgien beendet WM-Traum der USA – Spanien wirft Portugal raus
Die USA unterlagen im Achtelfinale von Seattle verdient mit 1:4 gegen Belgien. Vor 66.925 Zuschauern, darunter FIFA-Präsident Infantino, zeigte der Co-Gastgeber seine schwächste Turnierleistung. Belgien trifft im Viertelfinale am Freitag auf Europameister Spanien, der Portugal durch ein spätes Tor von Mikel Merino (90.+1) mit 1:0 besiegte. Für Cristiano Ronaldo war es höchstwahrscheinlich die letzte WM.
Weitere News: Mbappé-Opfer rassistischer Beschimpfungen – Onana verletzt
Frankreichs Superstar Kylian Mbappé wurde nach dem Achtelfinale gegen Paraguay von der paraguayischen Senatorin Celeste Amarilla de Boccia rassistisch beschimpft. Der französische Verband kündigte rechtliche Schritte an. Präsident Emmanuel Macron unterstützte Mbappé: „Ein weiteres Tor für Kylian Mbappé. Diesmal gegen Rassismus.“ Belgien bangt vor dem Viertelfinale um Mittelfeldspieler Amadou Onana, der sich gegen die USA am Knie verletzte und an Krücken ging. Trainer Rudi Garcia befürchtet einen Ausfall.



