Vor dem entscheidenden K.-o.-Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Mexiko und Ecuador in Mexiko-Stadt ist es in mehreren Städten zu schweren Ausschreitungen gekommen. In Monterrey stürmten Hunderte Menschen das offizielle Fan-Fest, die Polizei setzte Pfefferspray ein. Nach Medienberichten wurden mehrere Personen verletzt, offizielle Angaben der Behörden lagen zunächst nicht vor.
Überfülltes Fan-Fest in Monterrey
Das Gelände des Parque Fundidora hatte bereits die maximale Kapazität von rund 100.000 Menschen erreicht, woraufhin die Zugänge gesperrt wurden. Laut der Zeitung „El Norte“ versuchten daraufhin Fans, die Tore aufzubrechen, über Zäune zu klettern oder diese umzustürzen. Die Polizei griff mit Pfefferspray ein, um die Menge unter Kontrolle zu bringen. Der Sender Telediario berichtete von mehreren Verletzten bei dem Gerangel.
Hunderttausende in Mexiko-Stadt
In der Hauptstadt Mexiko-Stadt versammelten sich Hunderttausende auf dem Zócalo-Platz und entlang der Prachtstraße Paseo de la Reforma, um das Spiel auf öffentlichen Leinwänden zu verfolgen. Auch dort versuchten Fans, das Fan-Fest im historischen Zentrum zu stürmen, was zu weiteren Spannungen führte. In Guadalajara wurden laut dem Sender „Milenio“ mehrere Fans nach Ausschreitungen beim Fan-Fest festgenommen. Die Behörden waren mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Situation zu beruhigen.
Hintergrund der Spiele
Mexiko ist gemeinsam mit den USA und Kanada Ausrichter der diesjährigen WM. Das Spiel gegen Ecuador war für die mexikanische Mannschaft von großer Bedeutung, da ein Sieg für den Einzug ins Achtelfinale notwendig war. Die Euphorie im Land ist enorm, was sich in den überfüllten Fan-Zonen widerspiegelt. Die Vorfälle zeigen jedoch, dass die Begeisterung auch in Gewalt umschlagen kann, wenn die Sicherheitsvorkehrungen nicht ausreichen.



