MotoGP-Hitzkopf Bezzecchi: Rückkehr an den Sachsenring
MotoGP-Hitzkopf Bezzecchi kehrt an den Sachsenring zurück

Nach seinem spektakulären Sturz beim Grand Prix in Assen kehrt Marco Bezzecchi (27) an den Sachsenring zurück. Der italienische Aprilia-Pilot war in Kurve 15 ins Kiesbett gerast, sein Körper wurde mehrfach durch die Luft geschleudert und lag danach lange am Boden. Glücklicherweise kam er ohne größere Verletzungen davon. Einer Rückkehr in den Grand-Prix-Zirkus und an den Sachsenring steht somit nichts im Wege.

Rückkehr an den Ort des Durchbruchs

Für Bezzecchi ist die Fahrt nach Sachsen auch eine Rückkehr an den Ort, wo sein Stern aufging und wo sein ehemaliges Team beheimatet war. 2018 fuhr er in der Moto3 für das sächsische PrüstelGP-Team, holte drei Siege und wurde WM-Dritter. Ex-Teamchef Florian Prüstel erinnert sich: „Für uns als Team war das damals auch ein Durchbruch. An unseren ersten Sieg mit ihm in Argentinien erinnere ich mich genau. Er war damals schon ein bodenständiger Typ mit großem Eifer.“

Hitzkopf mit Siegeswillen

Aber Bezzecchi konnte auch explodieren. Seinen Drang, um Siege mitzufahren, spürten alle. Prüstel: „Da hat es auch schon mal Mega-Stress in der Box gegeben. Die meisten sind dann erst mal weg. Der Vater musste ihn beruhigen. Er war besessen und das ist er immer noch.“ Dass Bezzecchi explodieren kann, spürte erst kürzlich ein Streckenposten in Brno (Tschechien). Dort verabreichte der Italiener dem Helfer beim Bergen seiner Maschine zwei Backpfeifen auf die Wange. Dafür wurde er dann im Rennen gesperrt. Prüstel: „Das darf ihm nicht passieren.“ Bezzecchi entschuldigte sich einen Tag später.

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Kein Wiedersehen am Sachsenring

Ein Wiedersehen zwischen Prüstel und seinem ehemaligen Schützling wird es am Sachsenring aber nicht geben. Der Callenberger Logistikunternehmer ist heute Chef eines Hobby-Rennradteams. Seine 20-Fahrer-starke Gruppe nimmt an der alljährlichen Sternfahrt nach Paris teil. Prüstel: „Nachdem wir das Moto3-Team beendet hatten, hatte ich großes Interesse auf eine andere Art dem Zweiradsport treu zu bleiben und mit dem Rennrad zu fahren und dass noch für einen guten Zweck. Hier fahren Teams aus 8 Ländern Europas, davon 8 deutsche Teams nach Paris. Die Spenden gehen an die Deutsche Kinderkrebs-Stiftung. Unter dem Motto ,Cash for Kilometer‘ machen wir uns ab 5. Juli auf den Weg Richtung Paris.“

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