Samuel Klein, der 22-jährige Neuzugang des FC St. Pauli, hat einen weiten Weg hinter sich: 15.826 Kilometer und 19 Stunden Flugzeit trennen Brisbane von Hamburg. Der Australier, der von Brisbane Roar kam, spricht offen über die Herausforderungen des Wechsels. „Die Intensität ist viel höher. Aber ich gewöhne mich daran“, sagt Klein. „Die erste Woche war es ein Schock. Jetzt fühlt es sich viel natürlicher an. Ich fühle, dass ich mit jeder Einheit besser werde.“
Von Gympie nach Hamburg: Kleins Weg nach Europa
Klein stammt aus Gympie, einer Kleinstadt mit 20.000 Einwohnern im australischen Bundesstaat Queensland. Er ist halb norwegischer, halb australischer Abstammung. Für Brisbane Roar absolvierte der Mittelfeldspieler 45 Partien und erzielte neun Tore. Zwischendurch verbrachte er ein halbes Jahr in Norwegen. „Norwegisch kann ich wahrscheinlich zu 50 Prozent. Ich komme zurecht“, sagt er lächelnd.
Ehrgeiz und Ziele: „Ich möchte für Australien spielen“
Sein Ehrgeiz trieb ihn nach Europa. „Ich liebe den australischen Fußball. Aber ich wollte in Europa gegen die besten Spieler spielen“, erklärt Klein. Über seinen deutschen Nachnamen kann er nur spekulieren: „Der Name ist von meinem Vater und das ist meine norwegische Seite. Soweit ich weiß, waren meine Großeltern und Urgroßeltern in Norwegen. Möglicherweise habe ich auch Verbindungen nach Deutschland. Aber ich weiß nicht, in welchem Maße.“ Klar ist für ihn jedoch: „Ich möchte eines Tages für die australische Nationalmannschaft spielen.“ Bisher hat er zwei Länderspiele für die U20-Auswahl bestritten.
Der Box-to-Box-Spieler: Kleins Spielweise
In der 2. Bundesliga will Klein sich nun beweisen. Als typischen Box-to-Box-Spieler beschreibt er sich selbst: „Ich liebe es, als Mittelfeldspieler viel in das Spiel eingebunden zu sein. Ich liebe es, viel zu laufen. Ich liebe es, nach vorn zu kommen. In Zonen, in denen ich Tore schießen kann.“ Mit diesen Qualitäten möchte er sich bei St. Pauli durchsetzen und seinen Traum von der Nationalmannschaft verwirklichen.



