MotoGP am Sachsenring: Warum Marquez als Jäger noch gefährlicher ist
MotoGP: Marquez als Jäger noch gefährlicher

Der Sachsenring ist sein Reich! Schon zwölfmal gewann Marc Marquez (33) auf seiner Lieblingsstrecke. Auch an diesem Wochenende gilt der MotoGP-Dominator beim Grand Prix von Deutschland als DER Mann für den Sieg – und das, obwohl der Weltmeister aktuell nur WM-Fünfter ist.

Bradl: Marquez ist der WM-Favorit

„Aus meiner Sicht ist Marc trotzdem der WM-Favorit. Er ist der Mann, der das Momentum gerade auf seiner Seite hat“, sagt ServusTV-Experte Stefan Bradl (36) zu BILD.

Was den Honda-Testfahrer und früheren Moto2-Weltmeister so sicher macht: Marquez ist nach einem katastrophalen Saisonstart mit Verletzungen und zwischenzeitlich 102 Punkten hinter der WM-Spitze mittlerweile wieder in Topform. Allein in den letzten drei Rennen holte er so viele Punkte auf, dass er nur noch 40 Zähler hinter dem WM-Führenden Jorge Martin (28/Aprilia) liegt.

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Die Position des Jägers genießen

Stefan Bradl: „Ich glaube, er genießt die Position des Jägers, während die anderen vorn nicht mehr ganz so die Lockerheit haben. Das hat man zuletzt bei Marco Bezzecchi gesehen. Das ist schwer zu verstehen, aber plötzlich fehlt einem dann der Mut und die Freiheit, ins Risiko zu gehen. Du fängst an zu überlegen – und wenn du das machst, ist es schon zu spät.“

Der 141-malige MotoGP-Starter spricht dabei aus eigener Erfahrung. Bei seinem WM-Gewinn 2011 in der Moto2 hatte er einst selbst den jungen Marquez im Nacken und verspielte zwischenzeitlich 82 Punkte Vorsprung. Bradl holte am Ende trotzdem den Titel. Auch weil Marquez zu viel Risiko ging und sich im Saisonfinale verletzte.

Marquez: „Größter Gegner bin ich selbst“

Bradl: „Im Vergleich zu damals geht Marc das Ganze jetzt dosierter an. Auf Strecken, wo er sich schwertut, versucht er jetzt, vernünftig und mit Köpfchen zu fahren.“

Vor dem Grand Prix am Sachsenring sprach Marc Marquez am Donnerstag auf der Pressekonferenz. Mit Blick auf den WM-Kampf erklärt Marquez: „Mein größter Gegner bin ich selbst.“

Dass Fans und Konkurrenten von ihm an diesem Wochenende einen Sieg erwarten, ist auch ihm bewusst. „Wenn ich hier gewinne, sagen am Ende alle, es ist nun mal seine Strecke. Wenn es nicht klappt, sprechen sie von einem Desaster.“

Extra-Druck für den Jäger?

Sorgt diese Erwartungshaltung auch beim Jäger für Extra-Druck? Bradl: „Keine Frage, es ist eine erfolgreiche Strecke für ihn. Aber er muss schon auch ein bisschen aufpassen, dass er nicht über das Ziel hinausschießt.“

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