Die Verletzungsdiagnose von Nico Schlotterbeck lässt weiter auf sich warten. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund zog sich beim 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste eine Blessur am linken Fuß zu. Wie schwer die Verletzung tatsächlich ist und welche Konsequenzen sie für den weiteren WM-Verlauf hat, soll im Laufe des Tages in Winston-Salem bekanntgegeben werden. Fest steht jedoch: Bundestrainer Julian Nagelsmann kann keinen Ersatzmann mehr in den Kader berufen. Sollte Schlotterbeck ausfallen, müsste Nagelsmann mit dem vorhandenen Personal auskommen. Der Kader würde sich dann auf 22 Feldspieler und drei Torhüter reduzieren.
FIFA-Regel bestimmt Nachnominierungen
Diese Einschränkung geht auf die FIFA-Regularien zurück. Sie besagen, dass verletzte Feldspieler nur bis 24 Stunden vor dem ersten eigenen Turnierspiel ersetzt werden dürfen. Für die DFB-Elf endete diese Frist bereits am 13. Juni, einen Tag vor dem 7:1 gegen Curaçao. Nagelsmann hatte zuvor noch von der Regel profitieren können: Nach dem Ausfall von Bayern-Profi Lennart Karl wegen einer Muskelblessur nominierte er am 5. Juni Assan Ouedraogo von RB Leipzig nach.
Ausnahme für Torhüter
Die Regel gilt nicht für Torhüter. Bei einer Verletzung, die das Turnier-Aus bedeutet, darf ein Ersatzmann nominiert werden. Sollte einer aus dem Trio Manuel Neuer, Oliver Baumann und Alexander Nübel ausfallen, stünde Jonas Urbig bereit. Genau für diesen Fall hatte Nagelsmann den 22-jährigen Münchner als sogenannten Trainingstorwart mit nach Amerika genommen.
Die Verletzung von Schlotterbeck ist ein schwerer Schlag für die deutsche Nationalmannschaft. Der Dortmunder war in der Innenverteidigung gesetzt und hatte in den bisherigen Turnierspielen starke Leistungen gezeigt. Sollte er ausfallen, müsste Nagelsmann auf andere Optionen zurückgreifen, etwa auf Antonio Rüdiger oder Jonathan Tah. Die WM in den USA, Mexiko und Kanada geht für Deutschland am kommenden Wochenende weiter.



