Nagelsmann bestätigt Undavs Bankplatz
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat auf der Pressekonferenz vor dem anstehenden Testspiel gegen Ecuador klargestellt, dass Stürmer Deniz Undav erneut von der Bank kommen wird. Der Angreifer, der zuletzt als sogenannter Super-Joker überzeugte, muss sich weiterhin gedulden.
„Deniz wird auch heute wieder auf der Bank sitzen“, sagte Nagelsmann am Freitagmittag. Der 28-Jährige hatte in den vergangenen Partien stets als Einwechselspieler Akzente setzen können, unter anderem mit einem Tor und einer Vorlage in den letzten 30 Minuten gegen die USA.
Nagelsmann begründete seine Entscheidung mit der taktischen Ausrichtung: „Wir haben eine klare Vorstellung, wie wir gegen Ecuador spielen wollen. Deniz ist ein wichtiger Faktor, aber ich sehe ihn aktuell optimal in der Rolle des Jokers.“ Der Coach betonte jedoch, dass Undav weiterhin voll im Vertrauen stehe und seine Einsatzzeiten bekommen werde.
Undavs starke Joker-Quote
Statistisch untermauert Undav seinen Ruf als effektiver Einwechselspieler: In den letzten fünf Länderspielen erzielte er drei Tore und bereitete zwei weitere vor – allesamt nach Einwechslungen. Seine Trefferquote pro 90 Minuten liegt bei beeindruckenden 1,2 Toren.
„Natürlich will jeder Spieler von Anfang an spielen“, räumte Nagelsmann ein. „Aber Deniz nimmt seine Rolle professionell an und gibt jedes Mal Vollgas, wenn er reinkommt.“ Der Bundestrainer verwies zudem auf die Konkurrenzsituation im Angriff: „Wir haben viele gute Offensivkräfte. Die Entscheidung fällt immer im Sinne der Mannschaft.“
Kader-Entscheidungen vor WM-Qualifikation
Das Testspiel gegen Ecuador dient als letzte Standortbestimmung vor dem Start der WM-Qualifikation im September. Nagelsmann experimentiert noch mit verschiedenen Aufstellungen, weshalb einige Stammkräfte geschont werden könnten. „Wir wollen alle Spieler sehen und ihnen Einsatzzeiten geben“, so der 37-Jährige.
Undav, der im Sommer 2023 vom VfB Stuttgart zum FC Bayern wechselte, hat sich in der Nationalmannschaft bereits einen Namen gemacht. Seine physische Präsenz und sein Torinstinkt machen ihn zu einer gefährlichen Waffe – auch wenn er zunächst nur von der Bank kommt.



