Brasilien muss bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko vorerst auf Superstar Neymar (34) verzichten. Der Stürmer des FC Santos fällt definitiv für das erste Vorrundenspiel gegen Marokko aus – und möglicherweise sogar für die gesamte Gruppenphase. Eine Wadenverletzung macht dem Rekordtorjäger der Seleção zu schaffen und verzögert seine Rückkehr.
Ancelotti hofft auf baldige Rückkehr
Trainer Carlo Ancelotti gab vor dem WM-Auftakt gegen die Nordafrikaner am Sonntag um 0.00 Uhr (ZDF und MagentaTV) ein Update: „Er arbeitet hart, um so schnell wie möglich fit zu sein. Wir hoffen, dass er kommende Woche wieder voll ins Training einsteigen kann.“ Weitere Gegner Brasiliens in der Gruppe sind am 20. Juni Haiti und am 26. Juni Schottland.
Zuletzt hatte der brasilianische Verband mitgeteilt, dass Neymar Fortschritte mache. Er werde „den geplanten Prozess der Genesung und des körperlichen Aufbaus fortsetzen“. Auch am Tag vor dem Spiel gegen Marokko fehlte der 34-Jährige im Training. Die beiden Testspiele gegen Panama und Ägypten hatte er bereits verpasst.
Überraschende WM-Nominierung
Neymars Berufung für die WM kam überraschend, löste in Brasilien jedoch große Freude aus. Der Rekordtorjäger der Seleção hat seit mehr als zweieinhalb Jahren kein Länderspiel mehr bestritten. An seine Glanzzeiten beim FC Barcelona und Paris Saint-Germain konnte der erfahrene Offensivspieler zuletzt nicht mehr anknüpfen.
Ancelotti erklärte, er habe Neymar nicht nur aufgrund seiner herausragenden fußballerischen Qualitäten nominiert, sondern auch wegen seiner Erfahrung. „Er kann ein gutes Beispiel für die jüngeren Spieler in unserem Kader sein“, so der Trainer. Teamkollege Vinícius Júnior bezeichnete Neymar als Idol. „Er inspiriert mich. Ich wünsche ihm schnelle Genesung und freue mich, wenn er endlich wieder auf dem Feld steht“, sagte der Flügelstürmer.
Marokko unbeeindruckt
Für Marokko ändert sich durch den Ausfall laut Trainer Mohamed Ouahbi (49) nichts. „Wir haben uns auf ein Match mit und ohne Neymar vorbereitet. Für uns ändert sich nichts“, berichtete er auf der Pressekonferenz.



