Osaka besiegt Sabalenka in Wimbledon und zieht ins Viertelfinale ein
Osaka besiegt Sabalenka und erreicht Wimbledon-Viertelfinale

Naomi Osaka hat die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka in Wimbledon sensationell aus dem Turnier geworfen. Die an Position 14 gesetzte Japanerin besiegte die viermalige Grand-Slam-Siegerin aus Belarus mit 2:6, 6:7 (2:7) und zog damit erstmals in ihrer Karriere ins Viertelfinale an der Church Road ein. Für Sabalenka, die als Topfavoritin galt, platzt damit der Traum vom Debütsieg in Wimbledon.

Osaka überzeugt mit starker Leistung

Osaka, die zuletzt eher durch ihre modischen Auftritte als durch sportliche Erfolge aufgefallen war, zeigte gegen Sabalenka eine beeindruckende Partie. „Es war ein sehr tolles Match. Für mich ist es etwas ganz Besonderes, weil es das erste Spiel war, das ich auf diesem Court gewinnen konnte. Das bedeutet mir wirklich viel“, sagte Osaka nach dem Sieg. Sie dankte besonders ihrer Mutter, die sie „mit japanischem Essen bekocht“ habe. Die ehemalige Weltranglistenerste, die wie Sabalenka zweimal die Australian Open und zweimal die US Open gewonnen hat, präsentierte sich auf dem Centre Court von Beginn an fokussiert.

Sabalenka hatte große Probleme, ins Spiel zu finden. Die 28-Jährige lag nach einem Doppelbreak schnell mit 1:4 zurück. Osaka machte weniger einfache Fehler und gewann den ersten Satz souverän. Auch im zweiten Satz fand Sabalenka nicht zu ihrem sonst dominanten Spiel, hielt aber jeweils ihren Aufschlag und erkämpfte sich den Tiebreak. Dort unterliefen ihr jedoch entscheidende Fehler, während Osaka mit ihrer unaufgeregten Spielweise überzeugte.

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Historische Niederlage für Sabalenka

Die Niederlage war für Sabalenka in mehrfacher Hinsicht historisch. Es war das erste Mal seit vier Jahren, dass sie ein Grand-Slam-Viertelfinale verpasste. Zudem war es die erste Niederlage in glatten Sätzen bei einem Grand-Slam-Turnier seit sechs Jahren. Nach 21 gewonnenen Tiebreaks in Serie verlor sie erstmals wieder einen. Trotz des Ausscheidens wird Sabalenka auch nach Wimbledon die Führung in der Weltrangliste behalten, da ihre einzige Konkurrentin Elena Rybakina bereits zuvor überraschend gegen die Belgierin Elise Mertens mit 6:7 (4:7) und 1:6 ausgeschieden war.

Wiedersehen mit Muchová im Viertelfinale

Im Viertelfinale trifft Osaka auf die an Position zehn gesetzte Tschechin Karolína Muchová. Die French-Open-Finalistin von 2023 setzte sich zuvor mit 7:5, 5:7, 6:3 gegen ihre Landsfrau Barbora Krejcikova durch. Muchová hatte erst in der vergangenen Woche in Bad Homburg ihren ersten WTA-Titel auf Rasen gewonnen und dabei im Finale Osaka besiegt. Die Japanerin hatte beim Stand von 1:6, 0:1 aus ihrer Sicht aufgegeben. Nun kommt es am Dienstag in London zum schnellen Wiedersehen. Osaka zeigt sich nach dem Erfolg gegen Sabalenka optimistisch: „Ich freue mich auf das Match gegen Muchová. Es wird eine neue Chance für mich.“

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