Struff erreicht Viertelfinale in Wimbledon nach Hurkacz-Aufgabe
Struff nach Hurkacz-Aufgabe im Wimbledon-Viertelfinale

Dramatischer Sieg für Struff: Hurkacz gibt auf

Mit einem dramatischen Sieg hat Tennisprofi Jan-Lennard Struff den Viertelfinal-Einzug in Wimbledon und den bisher größten Erfolg seiner Tennis-Karriere geschafft. Der 36-Jährige profitierte in seinem Achtelfinale in London im fünften Satz von der Aufgabe des angeschlagenen Polen Hubert Hurkacz. Nach einem 0:2-Satzrückstand aus Sicht von Struff stand es 3:6, 6:7 (5:7), 7:6 (7:2), 7:5, 4:2. „Nur das Beste für Hubi“, sagte Struff. Das Ende sei hart.

Wende im vierten Satz

Ende des vierten Satzes nahm das Duell eine unerwartete Wende. Bei 5:5 und Aufschlag von Struff verließ der frühere Wimbledon-Halbfinalist Hurkacz mitten im Spiel für eine Behandlung den Platz. Der frühere Top-Ten-Spieler aus Polen schien Schmerzen zu haben, er hatte sich schon nach dem dritten Satz am Rücken behandeln lassen. Hurkacz bewegte sich kaum noch, Struff entschied den vierten Satz für sich. Der Pole ging fortan ins Risiko. Struff gab tatsächlich sein erstes Aufschlagspiel im entscheidenden Durchgang ab, glich aber direkt wieder aus. Immer wieder ließ sich Hurkacz behandeln, spielte aber zunächst noch weiter, bis Struff mit dem nächsten Break mit 4:2 in Führung ging.

Historischer Erfolg für den Sauerländer

Der Warsteiner hatte sich zuvor in seinem bisher größten Wimbledon-Match von den beiden verlorenen ersten Sätzen nicht beirren lassen und weiter gekämpft. Zum ersten Mal steht der Sauerländer nun bei einem der vier Grand-Slam-Turniere im Viertelfinale und kann auf einen großen Auftritt gegen den italienischen Titelverteidiger Jannik Sinner hoffen. Der Weltranglisten-Erste Sinner ist sein Gegner, wenn dieser seiner Favoritenrolle gegen Shintaro Mochizuki aus Japan gerecht wird. Der 36 Jahre alte Deutsche ist damit der älteste Tennisprofi der Open Era seit 1968, der zum ersten Mal ein Grand-Slam-Viertelfinale erreicht.

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Zverev lobt Struff als „Teddybär“

Der deutsche Spitzenspieler Alexander Zverev hatte Struff das nächste Erfolgskapitel schon vor dem Achtelfinale gegönnt. „Das liebe ich an Struffi, der kann 37-mal in Folge erste Runde verlieren und dann auf einmal spielt er Viertelfinale beim Grand Slam“, hatte der Hamburger am Tag vor dem Achtelfinale des Tennis-Kollegen gesagt. „Er ist ein riesiger Teddybär. Er hat, glaube ich, keinen Gramm Böses in sich.“

Zverev am Montag im Achtelfinale

Der French-Open-Sieger möchte am Montagabend (3. Match nach 14.30 Uhr/Prime Video) einen Haken hinter das Viertelfinal-Ziel in Wimbledon machen. Für Zverev geht es im Achtelfinale gegen den Tschechen Jiri Lehecka. Bisher kam der Hamburger in London nicht über das Achtelfinale hinaus.

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