Nach dem Schlusspfiff des WM-Finales 2026 zwischen Argentinien und Spanien (0:1 n.V.) eskalierte die Stimmung auf dem Rasen. Der entthronte Weltmeister Argentinien zeigte sich als schlechter Verlierer: Mehrere Spieler ließen ihren Frust an den Spaniern aus. Besonders in den Fokus rückte Nicolas Otamendi (38), der sich seinen früheren Manchester-City-Teamkollegen Rodri (30) vorknöpfte.
Schwere Vorwürfe gegen Rodri und Laporte
Anstatt seinem einstigen Teamkameraden zu gratulieren, entschied sich Otamendi, seiner Wut freien Lauf zu lassen. Er beschimpfte Rodri und Abwehrspieler Aymeric Laporte, dass sie „die ganze Zeit gejammert“ hätten, die Argentinier würden zu hart spielen. Damit hätten sie versucht, den Schiedsrichter gegen Argentinien aufzubringen. „Die ganze Woche hast du geheult. Du und Laporte, ihr beide“, giftete Otamendi: „So etwas macht man nicht, du hast bei den Schiedsrichtern gejammert, mein Freund.“
Rodri, der zum besten Spieler des Turniers gekürt wurde, reagierte mit weit aufgerissenen Augen auf die Vorwürfe. Er hatte in der Pressekonferenz vor dem Spiel lediglich gesagt, er gehe von einem fairen Spiel aus. Laporte hatte zuvor betont: „In den letzten Spielen haben wir Dinge gesehen, die uns wirklich überrascht haben. Vor allem bei Argentinien, einer Mannschaft, die mit ihren Zweikämpfen viele kleine Botschaften sendet.“
Hässliche Ausraster mehrerer Argentinier
Neben Otamendi leisteten sich auch andere Argentinier grobe Unsportlichkeiten. Leandro Paredes (32) trat und prügelte wild um sich, Co-Trainer Roberto Ayala (53) schlug Spaniens Dani Olmo (28) ins Gesicht, und Nahuel Molina (28) versetzte dem vorbeilaufenden Rodri einen Schlag gegen die Brust. Die Szenen überschatteten den Triumph der Spanier, die sich in der Verlängerung mit 1:0 durchsetzten.
Für Otamendi war es das letzte Spiel im Trikot der argentinischen Nationalmannschaft. Der Abwehr-Routinier beendete nach der Niederlage seine internationale Karriere. Der Vorfall dürfte jedoch noch länger nachwirken und das Verhältnis zwischen den beiden ehemaligen Teamkollegen belasten.



