Nico Wegmann, der Co-Trainer und Spielanalyst des Regionalligisten Lok Leipzig, verlässt den Verein gemeinsam mit dem zurückgetretenen Cheftrainer Jochen Seitz. Der 31-Jährige wird am 11. Juli im Rahmen des Testspiels gegen Hertha BSC offiziell verabschiedet. Dabei war ursprünglich alles anders geplant: Nachdem Seitz seinen Vertrag bis 2028 verlängert hatte, sollte auch sein Trainerteam zusammenbleiben. Für Wegmann, der zwischen Leipzig und seinem Wohnort nahe Gelnhausen in Hessen pendelte, wäre das ein wichtiger Schritt gewesen. Er trainierte zudem die Sportfreunde Seligenstadt in der Verbandsliga (6. Liga) und hatte sich dort bereits verabschiedet, um einen festen Job bei Lok zu übernehmen.
Loyalität gegenüber Seitz als Grund für den Abschied
Doch nach dem verpassten Aufstieg mit Lok und dem Rückzug von Seitz änderte sich die Lage. Für Wegmann war klar, dass er ohne Seitz nicht bleiben konnte. „Er hat mich zu Lok geholt. Da bin ich loyal. Unsere gemeinsame Reise wird irgendwann weitergehen“, sagte Wegmann. Er kehrte daraufhin nach Seligenstadt zurück, wo er einen neuen Vertrag unterschrieb. Der Präsident des Vereins hatte ihm beim Abschied zugesichert: „Die Tür bleibt lange für mich offen – wenn sich die Situation ändern sollte.“ Diese Zusage wurde eingehalten, wie Wegmann bestätigte: „Er hat Wort gehalten, mit keinem anderen Trainer gesprochen.“
Bilanz nach rund 300.000 Kilometern Pendelei
Wegmann zog eine positive Bilanz seiner Zeit bei Lok Leipzig: „Am Ende von knapp 300.000 Kilometern Pendelei stehen nun zwei Meisterschaften, ein Pokalsieg und viele schöne Momente mit tollen Leuten, an die ich mich auch in den nächsten Jahren immer wieder gerne zurückerinnern werde. Ich bin vor zwei Jahren als Co-Trainer gekommen und gehe nun als Freund und Fan.“ Sein Abschied ist neben dem von Seitz ein weiterer herber Verlust für den Klub.
Lok Leipzig startet Vorbereitung unter neuem Trainer
Lok Leipzig beginnt am Mittwoch unter dem neuen Trainer Torsten Ziegner mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Unterstützt wird er dabei von Co-Trainer Robin Hintz und Torwarttrainer Tomislav Piplica, die bereits unter Seitz erfolgreich arbeiteten.



