Presse zum Infantino-Skandal: WM-Verkauf bedroht den Fußball
Presse: Infantinos WM-Verkauf bedroht den Fußball

Die Empörung über Fifa-Präsident Gianni Infantino kennt kaum noch Grenzen. Mit seinem Plan, Anteile an den kommerziellen Rechten der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, hat der 56-Jährige einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Nach einem Bericht der britischen „Times“ sollen bereits Verbindungen ins Umfeld von US-Präsident Donald Trump (80) geknüpft worden sein. Infantino, der als enger Vertrauter Trumps gilt, treibt die umstrittenen Pläne offenbar mit Hochdruck voran. Die internationale Presse reagiert mit scharfer Kritik.

Britische Presse: „Größte existenzielle Bedrohung“

Der britische „Independent“ schreibt: „Der beschämende Plan der Fifa, die Weltmeisterschaft zu verkaufen, stellt die größte existenzielle Bedrohung für den Fußball aller Zeiten dar – aber wird ihn irgendjemand stoppen?“ Die „Sun“ titelt: „Welt des Schmerzes! Gianni Infantino plant schamlosen Verkauf der Weltmeisterschaft, während die Uefa wütend kritisiert.“ Der „Guardian“ fragt sarkastisch: „Nimmt die Fifa den Volkssport und verkauft ihn? Nun ja, nur einen kleinen, 'nicht-kontrollierenden' Anteil. Aber wessen Spiel ist es überhaupt? Wie Infantino in seinem 15-seitigen Instagram-Post betonte, hat die Fifa 'an vorderster Front organisiert, hart gearbeitet und die beste Show der Welt auf die Beine gestellt'. Vielleicht sollte man der Fifa mal eine Pause gönnen?“ Die „Times“ bringt es auf den Punkt: „WM zum Verkauf! Gianni Infantinos Geldgier steckt hinter dem Platz zur Privatisierung der WM.“

Frankreich: Infantinos neueste Laune

In Frankreich berichtet „L’Équipe“: „Nur neun Tage nach dem Ende der WM 2026 scheint Gianni Infantino keine Pause einzulegen. Laut „The Times“ plant der FIFA-Präsident, Anteile an der Weltmeisterschaft über die Gründung eines neuen Unternehmens zu verkaufen. Dieses soll künftig sowohl die Fußball-WM als auch die Klub-WM verwalten. Das Ziel liegt auf der Hand: Die Einnahmen der FIFA sollen steigen – und nach Einschätzung des Berichts möglicherweise auch jene Infantinos selbst.“ „Le Figaro“ spricht von „Gianni Infantinos neueste Laune. Nur gut eine Woche nach dem Ende der umstrittenen Weltmeisterschaft 2026 löst der Fifa-Präsident weiterhin Schlagzeilen aus.“ „RMC Sport“ sieht ein „revolutionäres Projekt, ein Schlüsselmoment in der Fußballgeschichte. Was wäre, wenn Gianni Infantino die Fifa in eine neue Ära führen würde? Infantinos verlockendes Versprechen an kleine Verbände zur Verteidigung seines umstrittenen Geschäftsvorhabens.“

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Österreich: Mega-Boykott droht

Die österreichische „Krone“ warnt: „Seele verkauft? Jetzt droht sogar ein Mega-Boykott. Entsetzen in der Fußballwelt: Die Pläne von FIFA-Boss Gianni Infantino, der die Weltmeisterschaft künftig verkaufen will, sorgen für kollektives Kopfschütteln. Jetzt droht sogar ein Mega-Boykott.“

Norwegen: Ende der Fifa, wie wir sie kennen

Der norwegische Sender „NRK“ kommentiert: „Das ist das Ende der Fifa, wie wir sie kennen. Es ist Teil eines Größenwahns, der angesichts der Einnahmen, die die Weltmeisterschaft in den USA generiert hat, verständlich ist, aber so kann es hier im Fußball nicht weitergehen.“

Deutschland: Ausverkauf des Fußballs

In Deutschland schreibt „ntv“: „Wie viel Kommerz noch? FIFA-Chef Infantino gräbt im Nachgang der WM 2026 nach den nächsten sprudelnden Geldquellen. Und nimmt dabei den völligen Ausverkauf des Fußballs an Investoren ins Visier.“ „t-online“ ergänzt: „Nun bricht er gleich die nächste Debatte vom Zaun. Der Schweizer will die WM verkaufen. In Infantinos Augen leuchten offenbar die Dollarzeichen, Uefa-Insider sprechen von einer ‚Atombombe‘ – und der europäische Fußballverband warnt bereits vor dem Verkauf der „Seele“ des Spiels.“ Die „Sportschau“ berichtet: „FIFA-Chef Gianni Infantino will noch mehr Geld aus der Fußball-WM herausholen und Anteile am Turnier an private Investoren abtreten.“

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Italien und Spanien: Chaos und Bombendrohung

Die italienische „Gazzetta dello Sport“ titelt: „Im Fußball bricht das Chaos aus. Die Fifa bietet die WM zum Verkauf an: Anteile sollen an privat finanzierte Unternehmen gehen. Wird die WM künftig alle zwei Jahre stattfinden?“ In Spanien schreibt „Marca“: „Infantino plant, die Weltmeisterschaft an einen Fonds zu verkaufen, dessen CEO er sein möchte, und die Uefa wettert heftig gegen ihn. Kritiker befürchten, dies könnte eine Bombe für den Fußball platzen lassen.“ Die Zeitung „Sport“ merkt an: „Trotz dieser Rekordeinnahmen ist die FIFA-Führung der Ansicht, dass der Zufluss von privatem Kapital das Wachstum der Organisation beschleunigen und die Finanzierung neuer Projekte ermöglichen würde.“

Die Diskussion um Infantinos Pläne zeigt: Der Fußball steht vor einer Zerreißprobe. Ob die Pläne tatsächlich umgesetzt werden, bleibt abzuwarten – der Druck aus der internationalen Gemeinschaft ist enorm.