Preußen vor Test: Wörle lässt Kapitänsfrage offen
Preußen vor Test: Wörle lässt Kapitänsfrage offen

Mehr als sieben Wochen mussten die Fans warten, doch am Samstag kehren die Preußen beim Oberligisten Eintracht Rheine (7. Juli, ab 15 Uhr) auf den Rasen zurück. Der erste Test der Drittliga-Saisonvorbereitung steht an. Doch wer die Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen wird, ist noch offen.

Wörle behält sich Kapitänsentscheidung vor

Cheftrainer Thomas Wörle (44) betont: „Wir haben im Trainerteam so unsere Ideen, uns aber noch nicht festgelegt.“ Die Entscheidung werde er selbst treffen, nicht die Spieler. „Ich habe in der Vergangenheit bei der Entwicklung der Führungsgruppe erstmal einige Gespräche geführt und viele Eindrücke gesammelt, ehe ich eine Entscheidung im Sinne des Teams getroffen habe. Das braucht aber noch etwas Zeit, weil sich zunächst innerhalb des Kaders eine Hierarchie entwickeln muss.“ Er werde die Entwicklung in den nächsten Tagen und Wochen genau beobachten. Eine Entscheidung sei frühestens nach dem Trainingslager im niedersächsischen Ankum (13. bis 18. Juli) zu erwarten.

Verletzung von Marvin Schulz

Offensiv-Routinier Marvin Schulz (31) zog sich beim Auftakttraining einen Innenbandriss im linken Knie zu und droht bis Ende Juli auszufallen. Wörle versichert: „Wir legen jedenfalls großen Wert darauf, dass Marvin nah an der Mannschaft ist. Auch jetzt holen wir ihn zu jeder Besprechung dazu.“ Schulz, der in der Vorsaison bereits über drei Monate verletzungsbedingt fehlte, habe den Rückschlag gut weggesteckt. Hilfe biete ihm auch das junge Familienglück: Vor wenigen Wochen wurde der ehemalige Bundesliga-Profi (20 Einsätze für Gladbach und Kiel) erstmals Vater. Wörle: „Wenn du heimkommst und deinen Nachwuchs siehst, vertreibt das ganz schnell die trüben Gedanken. Das ist die allerbeste Ablenkung.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kaderplanung: Suche nach Stürmer

Trotz acht Neuzugängen sieht Wörle noch auf zwei bis drei Positionen Handlungsbedarf, besonders bei einem torgefährlichen Stürmer. Er ist jedoch mit dem aktuellen Stand zufrieden: „Der Verein hat gute Arbeit geleistet, sodass wir möglichst vollzählig in die Trainingsarbeit starten konnten. Bezüglich der weiteren Planungen bleiben wir geduldig, zumal ja auch der Transfermarkt noch gar nicht richtig in Bewegung geraten ist.“ Möglich sind auch Abgänge, etwa von Stammkeeper Johannes Schenk (23, Marktwert 1,5 Mio. Euro), der mit Zweitligist Hannover 96 in Verbindung gebracht wird. Wörle wiegelt ab: „Damit beschäftige ich mich derzeit nicht. Jojo ist fester Bestandteil unserer Mannschaft, haut sich jeden Tag im Training voll rein. Ich bin froh, dass wir vier starke Torhüter zur Verfügung haben.“

Wörles Eindrücke aus Münster

Seit rund einer Woche ist Wörle in seiner Wahlheimat Münster. Von der Stadt hat er aufgrund der Arbeit noch nicht viel gesehen, nur eine kleine Fahrradtour unternommen. „Mir gefällt, dass das Umland flach und sehr ländlich ist. Ich habe extra ein paar Fahrräder mehr von zu Hause mitgebracht, damit ich mit meiner Frau und den Kindern, wenn sie mich besuchen kommen, auch mal einen Ausflug machen kann.“

Gerüchte um Antonio Tikvic

Ein Post in sozialen Medien sorgte für Aufsehen, wonach Bundesligist Hamburger SV ernsthaftes Interesse an Innenverteidiger Antonio Tikvic (22) haben soll. Weder Tikvic, sein Management noch der Verein bestätigten dies. Tikvic, gebürtiger Hamburger, sagte zu BILD: „Ich verstehe das selber nicht...“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration