Schock für den ehemaligen BVB-Profi: US-Nationalspieler Christian Pulisic (27) hat sich bei der 1:4-Niederlage im WM-Achtelfinale gegen Belgien das rechte Bein gebrochen. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, erlitt der Angreifer eine Knochenprellung sowie eine Mikrofraktur an Schien- und Wadenbein. Eine offizielle Diagnose des US-Verbandes steht noch aus.
Verletzung nach Zusammenprall mit Tielemans
Die Verletzung ereignete sich in der 52. Minute des Achtelfinalspiels in Seattle. Pulisic prallte bei einem Torschussversuch gegen das Bein von Belgiens Kapitän Youri Tielemans (29). Zunächst blieb er auf dem Feld, humpelte aber sichtbar und wurde in der 59. Minute ausgewechselt. Nach der Partie wurde die schwere Diagnose bekannt: Pulisic hat eine Mikrofraktur an Schien- und Wadenbein sowie eine Knochenprellung erlitten. Er wird voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen, soll aber noch vor dem Serie-A-Auftakt der AC Mailand am 23. August in Turin das Training wieder aufnehmen können.
Kritik an Leistung und Führungsstil
Für den Ex-Dortmunder wird das Achtelfinale endgültig zum Albtraum. Gegen Belgien verlor Pulisic in 45 Minuten elfmal den Ball und musste dann verletzt vom Platz. Er beendete das Turnier ohne Tor und mit nur einer Vorlage in vier Spielen. Nach der bitteren Pleite rechnete Pulisic gnadenlos mit sich und der Mannschaft ab: „Am Ende hat es von uns einfach nicht gereicht. Wir waren einfach nicht gut genug.“
Nach dem WM-Aus geriet Pulisic erneut unter Druck. Ex-Nationalspieler Landon Donovan (44, spielte beim FC Bayern) bezeichnete seine Auftritte im Podcast „Unfiltered Soccer“ als „enttäuschend“. Donovan sagte: „Ich spreche mit Leuten vom US-Fußballverband. Ich spreche mit seinen Sponsoren. Ich spreche mit seinen Teamkollegen. Ich spreche mit dem Trainerstab und den Betreuern. Die Leute haben die Nase voll davon, wie die Dinge um ihn herum gehandhabt werden. Man hat einfach das Gefühl, dass man ihm nicht nahekommen kann.“



