Rodri, der stille Taktgeber des spanischen Teams, entscheidet am Sonntag im WM-Finale gegen Argentinien über den Titel. Der 1,91 Meter große Mittelfeldspieler von Manchester City ist das Gehirn der spanischen Offensiv-Defensiv-Maschinerie. Mit 694 Pässen, 648 erfolgreichen (93 Prozent Quote), und 34 Balleroberungen führt er die WM-Statistiken an. „Er ist der beste Spieler der Welt“, schwärmt Trainer Pep Guardiola.
Rodris Schlüsselrolle im Halbfinale
Im Halbfinale gegen Frankreich lieferte Rodri eine „Masterclass“ ab. Er dirigierte das spanische Spiel nach vorne und ließ die französische Offensive nicht zur Entfaltung kommen. „Eine der besten Individual-Leistungen überhaupt“, hieß es hinterher. Spanien kassierte im gesamten Turnier nur ein Gegentor (gegen Belgien), was auch Rodris Verdichtung des Mittelfelds zu verdanken ist.
Rekordwerte und Ballon d'Or
Rodri hält bei dieser WM Rekorde: Die meisten erfolgreichen Pässe (648), die meisten Ballberührungen unter Druck (232) und die meisten gelaufenen Kilometer. 2023 gewann er mit City die Champions League (1:0-Siegtor gegen Inter Mailand) und wurde mit dem Ballon d'Or ausgezeichnet. Unter Nationaltrainer Luis de la Fuente holte er 2023 die Nations League und 2024 den EM-Titel – beide Male als bester Spieler des Turniers.
Vom Studentenwohnheim zum Weltstar
Rodri begann seine Karriere bei Atlético Madrid, wurde aber als zu schmächtig aussortiert. Beim FC Villarreal lebte er im Studentenwohnheim und machte seinen Uni-Abschluss in Management & Business Administration. Statt eines dicken Autos fuhr er einen gebrauchten Opel. „Er ist so normal“, lachen Mitspieler über seinen fehlenden Social-Media-Auftritt. Nach einem Kreuzbandriss 2024 kämpfte er sich zurück und wird nach der WM erneut operiert.
Vertrauen des Trainers
Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Kap Verde zum Turnierauftakt stärkte de la Fuente Rodri öffentlich den Rücken. „Wenn du so etwas von deinem Chef hörst, kannst du dich nur mit einer Leistung wie dieser bedanken“, sagte Rodri nach dem Sieg gegen Portugal. De la Fuente bezeichnet ihn als „Rückgrat“ der Mannschaft – eine Partnerschaft, die bis zum U19-EM-Titel 2015 zurückreicht. Am Sonntag, elf Jahre später, könnten sie den WM-Pokal gewinnen.



