Rot-Weiß Erfurt sucht trotz eines übergroßen Defensivkaders weiter nach einem Abwehrchef. Trainer Fabian Gerber, der in Personalunion auch als Geschäftsführer fungiert, treibt die Kaderplanung für die kommende Saison intensiv voran. Aktuell stehen 17 Defensivspieler bei den Thüringern unter Vertrag, dennoch fehlt dem Trainer noch ein Spezialist für die Innenverteidigung.
Intensive Wochen für den Trainer
Für Fabian Gerber sind es arbeitsreiche Tage. Der 46-Jährige muss nicht nur den Kader zusammenstellen, sondern auch den Umzug der Geschäftsstelle organisieren. Künftig sitzt Rot-Weiß Erfurt wieder näher am Stadion. Die neuen Büroräume befinden sich direkt am Landtag. „Das war möglich, weil Kontakte und Partner dafür gesorgt haben, dass die größeren Räume in Stadion- und Stadtnähe für uns bezahlbar wurden“, erklärt Gerber.
Defensive soll stabilisiert werden
Sportlich will Rot-Weiß Erfurt vor allem die Schwachstelle der vergangenen Saison beheben: die Defensive. Trotz der hohen Anzahl an Defensivspielern sucht Gerber weiter nach Verstärkung. „Ich hoffe, dass wir ein richtiges Bollwerk werden. Trotzdem suchen wir noch einen Innenverteidiger“, sagt er. Ein Grund dafür ist die Verletzungssituation von Maxime Awoudja. Der Abwehrspieler leidet an einer hartnäckigen Schambeinentzündung; ob und wann er wieder dauerhaft zur Verfügung steht, ist offen. „Mit Walther und Kerkemeyer haben wir gute Verpflichtungen geholt. Auch die Rückkehr von Ikene ist enorm wichtig. Aber wir müssen hinten stabiler werden. Das war zuletzt nicht optimal“, so Gerber.
Großer Kader muss verkleinert werden
Wie in jeder Vorbereitung arbeitet der RWE-Coach derzeit mit einem großen Aufgebot. Aktuell umfasst der Kader 33 Spieler. Im Vergleich zur Vorsaison scheint die Qualität höher zu sein. Klar ist aber auch: Bis zum Saisonstart wird Gerber den Kader noch deutlich verkleinern müssen. Ein Abgang steht bereits fest: Torhüter Pascal Manitz, der den Anspruch hatte, als Nummer 1 in die Saison zu gehen, wird den Verein verlassen. Aktuell absolviert er ein Probetraining bei Lok Leipzig.



