Saibari trifft im dritten WM-Spiel: Marokko besiegt Haiti 4:2
Saibari trifft erneut: Marokko schlägt Haiti 4:2

Ismael Saibari, der vor einem Wechsel zum FC Bayern München steht, hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA erneut getroffen. Der 25-jährige Stürmer erzielte im dritten Gruppenspiel Marokkos gegen Haiti sein drittes Turniertor und führte sein Team zu einem 4:2 (2:2)-Sieg. Dennoch reichte es für die Nordafrikaner nur zum zweiten Platz in der Gruppe C hinter Brasilien, das zeitgleich Schottland mit 3:0 besiegte. Haiti schied als Gruppenletzter ohne Sieg aus.

Spielverlauf: Haiti überrascht früh

Die Begegnung in Dallas begann mit einer Überraschung. Bereits in der 11. Minute brachte Lenny Joseph Haiti in Führung. Eine Flanke von Duverne von rechts erreichte Joseph, der den Ball aus drei Metern mit der Hacke Richtung Tor beförderte. Der Ball prallte gegen den Rücken von Marokkos Torhüter Yassine Bounou, genannt Bono, und sprang von dort ins Netz. Die FIFA wertete das Tor später offiziell als Eigentor von Bounou. Kurios: Fast zeitgleich erzielte Brasilien das 1:0 gegen Schottland.

Marokko zeigte sich unbeeindruckt und drängte auf den Ausgleich. In der 13. Minute vergab Saibari eine gute Gelegenheit, als er den Ball in Rückenlage über das Tor schoss. Auch in der 23. Minute war sein Schuss aus dem Sechzehner zu unplatziert und wurde zur sicheren Beute von Haitis Torwart Johny Placide.

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Doppelchance und Ausgleich durch Hakimi

In der 30. Minute hatten die Marokkaner eine Doppelchance: Zuerst scheiterte Achraf Hakimi nach einem Traumpass von Bilal El Khannouss (VfB Stuttgart) freistehend an Placide, dann parierte der Torwart auch gegen Ayoub El Kaabi. Placide zeigte zwei Mega-Paraden und hielt Haiti zunächst im Spiel.

Der Ausgleich fiel in der 39. Minute. Haitis Torhüter Placide unterlief ein schwerer Fehler: Seine Ballabwehr missglückte völlig. Hakimi, der Kapitän Marokkos, trat zunächst ins Leere, doch der Ball sprang von seinem linken Schienbein über die Linie – 1:1.

Doch Haiti schlug zurück. In der 43. Minute erzielte Wilson Isidor ein Traumtor: Aus 18 Metern hämmerte der Stürmer des AFC Sunderland den Ball unhaltbar in den Winkel – 2:1 für Haiti. Die Führung hielt jedoch nur zwei Minuten. In der 45. Minute glich Saibari aus. Nach einem Rückpass von Hakimi nagelte der künftige Münchner den Ball flach aus 15 Metern ins Tor. Es war sein dritter Treffer im dritten WM-Spiel.

Zweite Halbzeit: Marokko dreht auf

Nach der Pause drängte Marokko auf die Führung. In der 65. Minute klärte Haitis Ricardo Adé eine brenzlige Situation, schoss dabei aber beinahe ein Eigentor – der Ball strich knapp über die Latte. In der 75. Minute sorgte Adé für einen kuriosen Moment: Er stoppte Marokkos Soufiane Rahimi, packte ihn am Kragen und zerriss dabei dessen Trikot. Rahimi zeigte dem Schiedsrichter das zerrissene Trikot, doch der ließ weiterspielen.

In der 78. Minute war es dann Rahimi selbst, der das Tornetz zum Beben brachte. Sein Schuss schlug hart im Haiti-Tor ein und brachte Marokko mit 3:2 in Führung. Den Schlusspunkt setzte Gessime Yassine in der 89. Minute. Nach einer Flanke von Rahimi schob er den Ball ins Tor. Der VAR prüfte kurz, ob der Ball zuvor im Aus gewesen war, doch der Treffer zählte.

Schreckmoment und Ausblick

In der Schlussphase gab es einen Schreckmoment: Marokkos Sofyan Amrabat bekam einen Ball ins Gesicht, ging zu Boden und musste behandelt werden. Er konnte jedoch weiterspielen.

Haiti verpasste knapp die nächste WM-Sensation und muss nach Hause fahren. Marokko trifft im Achtelfinale auf den Sieger der Gruppe F, der zwischen den Niederlanden, Japan und Schweden ermittelt wird. Saibari, der bereits gegen Schottland und Brasilien getroffen hatte, unterstrich mit seiner Leistung seinen Ruf als Tormaschine. Der FC Bayern darf sich auf einen treffsicheren Stürmer freuen.

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