SC Magdeburg sichert sich Bronze in der Champions League
Es war das Spiel, das keiner wirklich wollte, aber dennoch gespielt werden musste. Der SC Magdeburg setzte sich im kleinen Finale der Champions League gegen Aalborg mit 32:26 (17:11) durch und sicherte sich den dritten Platz. Vor 20.000 Zuschauern in der Lanxess Arena ging es nicht mehr um den großen Ruhm, sondern um die Frage, wer sich nach dem verpassten Finale schneller wieder aufrichtet. Magdeburg fand die richtige Antwort und entschied das Duell für sich. Neben dem Prestige nahmen die Magdeburger auch 150.000 Euro Preisgeld mit nach Hause.
Starker Start und überragender Torhüter
Vor dem Spiel hingen die Köpfe bei den Magdeburgern noch tief, doch sobald sie das Feld betraten, kehrte der Siegeswille zurück. Im Halbfinale gegen die Füchse hatte noch die Torhüterleistung gefehlt (40:35), diesmal war Keeper Matej Mandic sofort auf der Höhe. Er zeigte schon in der ersten Halbzeit neun überragende Paraden (45 Prozent Fangquote) und beendete das Spiel mit insgesamt 13 gehaltenen Bällen. Trainer Bennet Wiegert (44) verriet seine Taktik vor dem Spiel: „Die richtigen Worte an das Team jetzt nach solchen Niederlagen gibt es einfach nicht – und ich werde auch nicht versuchen, sie zu finden. Es tut extrem weh, aber die Jungs haben über große Teile der Saison Fantastisches geleistet. Die Jungs werden alles reinwerfen.“ Das taten sie auch und gewannen die bronzene Ananas – ein kleiner Trost für den erfolgsverwöhnten Deutschen Meister und Champions-League-Sieger von 2025.
Dominanz von Beginn an
Der SCM diktierte das Spiel von der ersten Minute an und führte bereits nach 20 Minuten mit 12:8. Die Dänen um Deutschlands Spielmacher Juri Knorr (26/4 Tore) liefen stets einem Rückstand hinterher. Zur Pause betrug der Vorsprung sogar sechs Tore (17:11). Knorr sagte: „Auch wenn es ein Spiel um den dritten Platz war, ist es auch nicht selbstverständlich in der Champions League. Deshalb wollten wir uns da zusammennehmen und das so gut wie möglich gestalten.“ Melsungens Timo Kastening (30) fasste bei Dyn zusammen: „Aalborg ist zu statisch im Angriff und in der Abwehr finden sie keine Mittel gegen Gisli und Co.“ Magdeburg spielte den Sieg auch nach der Pause souverän herunter – 25:19 (50.).
Bestätigung für dritten Champions-League-Platz
Am Rande des Spiels bestätigte EHF-Boss Michael Wiederer (70): „Ja, den dritten Champions-League-Platz für Deutschland vergeben wir an den European-League-Sieger, an die MT Melsungen.“



