Nach der herben Finalpleite gegen Spanien bei der Weltmeisterschaft 2026 hat Lionel Scaloni seine Zukunft als Trainer der argentinischen Nationalmannschaft offengelassen. Der 48-jährige Weltmeistercoach von 2022 zeigte sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel nachdenklich und ließ durchblicken, dass ein Rücktritt möglich sei.
Scaloni: „Ich weiß nicht, ob ich die Energie habe“
„Ich werde mit dem Verbandspräsidenten sprechen – und ich weiß nicht, ob ich die Energie habe, noch einmal neu anzugreifen“, erklärte Scaloni. Der gebürtige Argentinier hatte das Amt im Jahr 2018 übernommen und führte das Team vier Jahre später zum dritten WM-Titel der Verbandsgeschichte nach 1978 und 1986. Der Triumph in Katar machte ihn zum gefeierten Nationalhelden. Nun steht er vor einer schweren Entscheidung.
Argentinien nach WM-Finale: Zukunft ungewiss
Die Niederlage gegen Spanien war für Argentinien ein herber Rückschlag. Das Team war als Mitfavorit ins Turnier gestartet und hatte sich souverän bis ins Finale durchgesetzt. Dort traf man auf eine starke spanische Mannschaft, die am Ende verdient gewann. Scaloni wirkte nach der Partie sichtlich mitgenommen. Die Frage nach seiner Zukunft ließ er bewusst unbeantwortet. „Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für solche Entscheidungen. Ich muss mit dem Verband sprechen und dann sehen wir weiter“, sagte der Trainer.
Scaloni: Eine Ära könnte enden
Sollte Scaloni tatsächlich zurücktreten, würde eine Ära bei der argentinischen Nationalmannschaft enden. Er hatte nicht nur den WM-Titel gewonnen, sondern auch die Copa América 2021 und die Finalissima 2022. Seine Bilanz ist beeindruckend: In 85 Spielen als Trainer feierte er 57 Siege, 17 Unentschieden und nur 11 Niederlagen. Die Fans hoffen, dass er weitermacht. Scaloni selbst betonte jedoch, dass er eine Auszeit benötige. „Ich werde mir Zeit nehmen, um nachzudenken. Die letzten Jahre waren sehr intensiv“, so Scaloni.
Argentinischer Verband hofft auf Verbleib
Der argentinische Fußballverband AFA hofft derweil auf einen Verbleib des Erfolgstrainers. Präsident Claudio Tapia äußerte sich bereits vor dem Finale optimistisch, dass Scaloni weitermachen werde. Ob er den Coach umstimmen kann, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung wird in den kommenden Tagen fallen. Scaloni hat sich eine Bedenkzeit erbeten, um über seine Zukunft zu reflektieren.



