Bastian Schweinsteiger, Weltmeister von 2014, hat sich klar für ein mögliches Führungsduo aus Jürgen Klopp und Rudi Völler beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgesprochen – für den Fall, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen Posten räumen sollte. „Ich glaube, wenn man sagen würde, dass Julian Nagelsmann nicht mehr weitermachen würde, dass Jürgen Klopp und Rudi Völler so das Dreamteam wären“, sagte der 40-Jährige in seiner Rolle als ARD-Experte.
Kritik nach peinlichem Aus gegen Paraguay
Hintergrund sind die anhaltenden Diskussionen um die Zukunft von Nagelsmann und auch von Sportdirektor Völler, die nach dem überraschenden Ausscheiden der Nationalmannschaft im Achtelfinale der Weltmeisterschaft gegen Paraguay (0:1) aufgekommen sind. Während über Nagelsmanns Verbleib spekuliert wird, plädiert Schweinsteiger für den Verbleib Völlers: „Ich finde, gerade Rudi Völler ist ganz wichtig. Er hat die Erfahrung. Er ist Weltmeister geworden. Den würde ich schon gerne weiterhin beim DFB sehen.“
Schweinsteiger: Völler als Gegenpol zu Klopp
Schweinsteiger, der unter Teamchef Völler sein Debüt in der Nationalmannschaft gegeben hatte, betonte die komplementäre Rolle der beiden: „Gerade Rudi Völler als Gegenpol zu Jürgen Klopp, das würde schon passen.“ Der frühere Bayern-Star zeigte sich überzeugt, dass die Kombination aus Klopps taktischer Finesse und Völlers Erfahrung als Weltmeister und langjähriger Funktionär dem DFB neuen Schwung verleihen könnte.
Schweinsteiger schließt eigene Rolle nicht aus
Auf die Frage, ob er sich selbst eine Zukunft beim DFB vorstellen könne, reagierte Schweinsteiger zunächst zurückhaltend. Er habe bei der ARD „den besten Job der Welt“, scherzte er, fügte jedoch hinzu: „Natürlich würde ich mich nie drücken vor der Verantwortung.“ Damit ließ er die Tür für eine mögliche spätere Tätigkeit im deutschen Fußball offen. Generell müsse man nach dem enttäuschenden WM-Aus alle Strukturen hinterfragen, so der 114-malige Nationalspieler.



