Schweinsteiger: USA-Aus war „amateurhaft“ – WM-K.o. nach 1:4 gegen Belgien
Schweinsteiger: USA-Aus war „amateurhaft“

Nach dem überraschend deutlichen 1:4 der USA gegen Belgien im WM-Achtelfinale hat ARD-Experte Bastian Schweinsteiger kein gutes Haar an der Leistung der Amerikaner gelassen. Der Weltmeister von 2014 bezeichnete das Defensivverhalten der US-Boys als „amateurhaft“ und kritisierte vor allem zwei Gegentore in der zweiten Halbzeit scharf.

Schweinsteiger: „Das ist amateurhaft, muss man mal ehrlich sagen“

Besonders das 1:3 durch einen Torwartpatzer von Matt Freese, der den Ball vor dem Strafraum nicht klärte und von Hans Vanaken aus 28 Metern ins leere Tor getroffen wurde, erregte Schweinsteigers Unmut. „Jetzt denke ich mir, warum nicht den Ball wegschlagen? Und dann hat er einfach zwei Ideen. Wenn du solche Fehler machst, dann wirst du natürlich auf dem Niveau gnadenlos bestraft“, analysierte der 41-Jährige bei MagentaTV.

Noch deutlicher wurde er beim 1:4 durch Romelu Lukaku, bei dem US-Verteidiger Chris Richards den Ball nicht entscheidend klären konnte. „Das ist amateurhaft, muss man mal ehrlich sagen! Das sind natürlich Einladungen, die kannst du nicht verteilen auf dem Niveau. Hier sieht man es noch einmal: Der Richards will da so alibi-mäßig klären und ja, dann ist halt natürlich Lukaku auch erfahren genug, stellt seinen Körper rein und macht den dann souverän ins lange Eck rein“, so Schweinsteiger.

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USA-Trainer Pochettino: „War nicht unser Tag“

Auch US-Trainer Mauricio Pochettino zeigte sich nach der Klatsche enttäuscht. Im offiziellen TV-Interview sagte er: „War nicht unser Tag heute! Wir haben nicht das gezeigt, was wir können.“ Die USA waren als einer der drei Gastgeber (neben Kanada und Mexiko) ins Turnier gestartet, schieden nun als letzter aus. Kanada war bereits in der Gruppenphase, Mexiko im Achtelfinale gegen England gescheitert.

Schweinsteiger: „Keine Energie, kein Aufschwung“

Bereits zur Halbzeitpause hatte Schweinsteiger auf die Frage von Moderatorin Esther Sedlaczek, was die USA besser machen müssten, knapp geantwortet: „Einfach alles!“ Sein Tipp auf ein 4:2 für Belgien lag nahe am Ergebnis. „Ich habe ja nicht umsonst auf ein 4:2 getippt in der Halbzeit. Weil du gemerkt hast, es gibt keine Energie, keinen Aufschwung von der Mannschaft, aber auch nicht von den Zuschauern. Und davon war in der zweiten Halbzeit auch nichts zu merken“, so der ARD-Experte. Er lobte ausdrücklich die belgische Mannschaft: „Ich muss echt ein Kompliment an die Belgier geben. Sie haben das souverän zu Ende gespielt und hochverdient gewonnen.“

Mit dem Ausscheiden der USA endet die WM für die drei Gastgeberländer Nordamerikas. Während Kanada und Mexiko bereits vorher die Segel streichen mussten, war die Hoffnung auf ein längeres Turnier für die USA nach der Auslosung mit Belgien, Japan und Tunesien in der Gruppenphase durchaus berechtigt. Doch gegen die starken Belgier war das Team von Pochettino chancenlos. Die Analyse von Schweinsteiger zeigt, dass vor allem individuelle Fehler und mangelnde Energie den Unterschied ausmachten. Die Fans in Seattle, wo das Spiel stattfand, sahen eine enttäuschende Vorstellung der Hausherren, die sich früh von der WM verabschieden mussten.

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