Moritz de Hadeln: Berlinale-Direktor und Festivallegende
Der langjährige Berlinale-Direktor Moritz de Hadeln ist tot. Er starb am Samstag, den 4. Juli 2026, im Alter von 85 Jahren im schweizerischen Nyon. Dies bestätigte sein Biograf Christian Jungen, Direktor des Zürich Film Festivals, dem Fachmagazin „Hollywood Reporter“. Nach einem medizinischen Eingriff sei es zu Komplikationen gekommen.
Trauer um eine prägende Persönlichkeit der Filmwelt
Auf der Instagram-Seite der Berlinale hieß es am Montagabend: „Wir trauern um Moritz de Hadeln, eine der prägendsten Persönlichkeiten der internationalen Filmkultur. Als Direktor des Filmfestivals von Locarno, der Berlinale und später der Internationalen Filmfestspiele von Venedig hat er mehr als drei Jahrzehnte lang die Welt des Kinos mitgeprägt.“
De Hadeln leitete die Berlinale von 1980 bis 2001. In dieser Zeit entwickelte er das Festival zu einem der bedeutendsten Filmereignisse der Welt. Nach seinem Ausscheiden folgte ihm Dieter Kosslick als Festivalchef, der bis 2019 amtierte.
Von Locarno über Berlin nach Venedig
Moritz de Hadeln war nicht nur für die Berlinale verantwortlich, sondern leitete auch die Filmfestivals von Locarno und Venedig. In Locarno war er von 1972 bis 1979 Direktor, bevor er nach Berlin wechselte. Nach seiner Zeit in Berlin übernahm er von 2002 bis 2004 die Leitung der Internationalen Filmfestspiele von Venedig. Insgesamt prägte er mehr als drei Jahrzehnte die internationale Filmkultur.
Laut Christian Jungen starb de Hadeln bereits am Samstag. Die genauen Umstände seines Todes wurden nicht näher erläutert, jedoch wird von Komplikationen nach einem medizinischen Eingriff berichtet. Die Nachricht verbreitete sich schnell in der Filmbranche und löste weltweit Trauer aus.
Ein Leben für das Kino
Moritz de Hadeln wurde 1941 in der Schweiz geboren und wuchs in einer künstlerisch geprägten Familie auf. Seine Leidenschaft für das Kino führte ihn früh in die Festivalarbeit. Unter seiner Leitung erlangte die Berlinale internationale Anerkennung und zog Stars und Filmemacher aus aller Welt an. Er galt als Visionär und Wegbereiter für neue Filmströmungen.
Die Berlinale würdigte sein Lebenswerk und betonte seine Rolle als „eine der prägendsten Persönlichkeiten der internationalen Filmkultur“. Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der Filmwelt.



