Angriff auf Tanker in der Straße von Hormus – Feuer ausgebrochen
Tanker in Straße von Hormus angegriffen – Feuer an Bord

Ein Tanker in der Straße von Hormus ist am Montag von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. An Bord brach ein Feuer aus, wie die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mitteilte. Der Vorfall ereignete sich rund acht Seemeilen vor dem omanischen Küstenort Lima. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Revolutionsgarden unter Verdacht

Wer hinter dem Angriff steckt, blieb zunächst unklar. Das Portal „Axios“ berichtete unter Berufung auf zwei US-Beamte, die iranischen Revolutionsgarden hätten mindestens zwei Raketen auf Frachter abgefeuert. Einer der Beamten sagte demnach, zwei Schiffe seien durch den Beschuss stark beschädigt worden. Eine offizielle Reaktion der US-Regierung blieb zunächst aus.

Vor gut einer Woche hatte ein ähnlicher Vorfall zu militärischen Angriffen der USA gegen den Iran geführt. Dabei seien unter anderem Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur angegriffen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit.

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Wadephul fordert iranische Beteiligung an Minenräumung

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat eine finanzielle Beteiligung des Iran an einer möglichen europäischen Minenräummission in der Straße von Hormus ins Gespräch gebracht. „Der Iran hat rechtswidrig eine internationale Seefahrtsstraße vermint“, sagte Wadephul dem „Handelsblatt“. Zwar werde Deutschland bei einer Räumung der Fahrrinne durch europäische Staaten vorerst keine Gebühren verlangen. Im Grunde sei dies jedoch gerechtfertigt, erklärte der Minister weiter. Der Iran müsse dafür aufkommen, da ein vom dortigen Regime angerichteter Schaden beseitigt werde. Eine Entscheidung über eine Beteiligung der Bundeswehr an dem Einsatz solle noch im Sommer fallen.

Im Gespräch mit der Zeitung stellte Wadephul zudem den jährlichen Rhythmus der Nato-Gipfel infrage. Die Terminkalender der Staats- und Regierungschefs seien weit im Voraus gefüllt, was die Regierungen unbeweglich mache. „Ich bin immer offen für die Idee, Treffen danach anzusetzen, ob es ernsthaft etwas zu besprechen gibt“, sagte der CDU-Politiker. Mit Blick auf das anstehende Spitzentreffen der Allianz im türkischen Ankara pochte er auf eine Fortsetzung der Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine. Wenn von dem Gipfel ein geschlossenes Signal ausgehe, werde dieser zu einem Friedensgipfel. Russland müsse erkennen, dass Verhandlungen alternativlos seien. Die Europäer seien bereit, einen solchen Verhandlungsprozess zu begleiten. „Dieser Weg verspricht am meisten Erfolg“, so der Außenminister.

Schiff vor Jemen von bewaffneten Angreifern attackiert

Ein Frachtschiff hat im Roten Meer vor der jemenitischen Küste einen bewaffneten Angriff gemeldet. Das Schiff habe eine Notmeldung abgesetzt, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mit. Der Vorfall habe sich in der Nähe der Hafenstadt Hudaida im Jemen ereignet. „Bewaffnete Angreifer“ hätten das Schiff attackiert. Details über mögliche Opfer oder Schäden gab es zunächst nicht. Zunächst bekannte sich auch niemand zu dem Angriff. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz kontrolliert den Norden und Westen des verarmten Landes, darunter die Hauptstadt Sanaa und die wichtige Hafenstadt Hudaida am Roten Meer. Die Miliz hatte im Zuge des Iran-Kriegs Israel angegriffen und auch eine „Blockade“ der Seewege für Israel im Roten Meer verkündet.

Totengebet für Chamenei in Teheran

Im Iran hat ein hochrangiger Geistlicher das Totengebet für den im Krieg getöteten obersten Führer Ali Chamenei geleitet. Am zweiten Tag der öffentlichen Trauerfeiern trat der 97-jährige Großajatollah Dschafar Sobhani dabei als Vorbeter auf, wie auf Aufnahmen des Staatsfernsehens zu sehen ist. Nach staatlichen Angaben folgten mehrere Millionen Menschen der Trauerprozession für den getöteten obersten Führer. Die Staatsagentur Irna sprach von Millionen Teilnehmern, nannte jedoch keine genaue Zahl. Der Trauerzug dauerte rund zehn Stunden und führte über eine Strecke von 20 Kilometern. Bei Temperaturen von mehr als 35 Grad wurden Teilnehmer mit Wasser besprüht, zudem wurden Getränke und Essen ausgegeben. Der Leiter der Rettungsdienste, Dschafar Miadfar, berichtete von 34.000 medizinisch versorgten Teilnehmern; Todesfälle wurden zunächst nicht gemeldet.

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Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Anschließend führten die USA und Israel mehr als fünf Wochen Krieg gegen den Iran, bis sich Vertreter aus Washington und Teheran Anfang April auf eine Waffenruhe einigten. Sein Leichnam bleibt noch bis Montag in Teheran. Danach sind Zeremonien in der Pilgerstadt Ghom und dem Nachbarland Irak geplant, ehe Chamenei am Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden soll. Unterdessen wurde im Iran darüber spekuliert, ob Chameneis Sohn und Nachfolger Modschtaba bei den Trauerzeremonien erstmals nach seiner Ernennung öffentlich auftritt. Iranischen Medien zufolge ist nicht vorgesehen, dass der 56-Jährige ein Gebet leitet.

Netanjahu warnt USA vor Kampfjet-Deal mit Türkei

Kurz vor dem Beginn des zweitägigen Nato-Gipfels hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eindringlich vor einem Kampfjet-Deal zwischen den USA und der Türkei gewarnt. Er glaube nicht, dass Washington Ankara F-35-Kampfjets oder Triebwerke für ihre Kampfflugzeuge liefern solle, sagte er im Gespräch des US-Senders Fox News. „Das würde das Gleichgewicht der Kräfte im Nahen Osten stören“, führte Netanjahu weiter aus. Bislang garantierten Israel und das US-Militär diese Balance. Zuvor hatten Medien berichtet, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump den Verkauf von F-110-Triebwerken an die Türkei forciert und sich damit über den Widerstand im US-Parlament hinwegsetzt.

Trump droht Iran erneut mit Militäreinsatz

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran erneut mit einem Militäreinsatz. Entweder die USA würden mit dem Iran ein Abkommen erzielen oder „die Sache zu Ende bringen“, sagt er vor der Presse im Weißen Haus. Die indirekten Gespräche zwischen beiden Staaten endeten vergangene Woche ohne erkennbare Anzeichen für einen Fortschritt hin zu einem dauerhaften Frieden. „Entweder wir einigen uns, oder wir bringen die Sache zu Ende. Okay. Und es wird nicht schwer sein, die Sache zu Ende zu bringen“, erklärt Trump im Oval Office. „Ich würde lieber eine Einigung erzielen, weil ich nicht möchte, dass 91 Millionen Menschen darunter leiden. Wir können ihre Brücken in einer Stunde zerstören, wir können ihre Energieversorgung unterbrechen. ... Sie haben jetzt kein Geld mehr. Wir haben ihnen kein Geld gegeben.“

Vier Tote im Südlibanon durch israelischen Drohnenangriff

Im Süden des Libanon sind Medienberichten zufolge bei einem israelischen Drohnenangriff vier Menschen getötet worden. Der Angriff habe sich gegen ein Fahrzeug in der Stadt Nabatieh gerichtet, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur. Aus libanesischen Sicherheitskreisen verlautete, es handle sich um den Angriff dieser Art mit den meisten Todesopfern seit mehreren Wochen. Das israelische Militär teilte mit, es prüfe den Bericht. Es hat – trotz der seit Mitte Juni geltenden Waffenruhe mit der radikal-islamischen Hisbollah – wiederholt nach eigenen Angaben Stellungen der Miliz im Libanon angegriffen. Zahlreiche Menschen wurden nach libanesischen Angaben bei israelischen Angriffen getötet – darunter auch Frauen und Kinder. Auch Kämpfer der Hisbollah brechen die Waffenruhe immer wieder.

Maersk und Hapag-Lloyd kehren zum Suezkanal zurück

Die dänische Reederei Maersk schickt einige ihrer Schiffe zukünftig wieder durch den Suezkanal. Damit nimmt sie eine Route ihres gemeinsamen Netzwerks mit Hapag-Lloyd wieder auf, statt die Fracht um das südafrikanische Kap der Guten Hoffnung zu leiten, teilt das Unternehmen mit. Die Entscheidung erfolge nach einer gründlichen Bewertung der Sicherheitslage im Roten Meer. Es sei ein erster Schritt zu einer schrittweisen Rückkehr auf die Route. Wegen der Angriffe der mit dem Iran verbündeten jemenitischen Huthi-Miliz in der Region hatten Reedereien das Rote Meer gemieden und ihre Schiffe in den vergangenen Jahren um Afrika herumgeleitet.