Die Schweiz hat das letzte WM-Achtelfinale gewonnen und sich damit ein Duell mit Argentinien um Lionel Messi gesichert. In einer zähen Partie setzte sich das Team von Trainer Murat Yakin nach 120 torlosen Minuten mit 4:3 im Elfmeterschießen gegen Kolumbien durch. Das Viertelfinale gegen Argentinien steigt am Sonntag, dem 12. Juli, um 3 Uhr nachts deutscher Zeit.
Elfmeterschießen: Nervenkrimi mit Happy End
Das Elfmeterschießen begann mit einem verwandelten Strafstoß von Kolumbiens Juan Fernando Quintero, der Schweiz-Keeper Gregor Kobel in die Mitte schoss. Granit Xhaka glich mit einem platzierten Schuss ins linke obere Eck aus. Kolumbiens Davinson Sanchez scheiterte an der Latte, der Ball prallte auf die Linie, aber nicht ins Tor. Zeki Amdouni brachte die Schweiz mit einem sicheren Schuss nach rechts unten in Führung. Jaminton Campaz glich für Kolumbien aus, obwohl Kobel den Ball noch touchierte. Manuel Akanji vergab für die Schweiz, schoss deutlich über das Tor. Kolumbiens Cucho Hernandez scheiterte an Kobel, der nach unten links abtauchte und parierte. Der Bremer Cedric Itten verwandelte sicher mittig zur erneuten Führung. Bayerns Luis Diaz behielt die Nerven und traf unten links. Ruben Vargas entschied das Elfmeterschießen mit einem Schuss unten links zum 4:3-Endstand.
Schweiz ohne Verletzten Manzambi
Die Schweiz musste im Achtelfinale auf Shootingstar Johan Manzambi verzichten. Der 20-jährige Mittelfeldspieler zog sich im Abschlusstraining eine Knieprellung zu. Auch Michel Aebischer und Luca Jaquez fehlten wegen muskulären Problemen. Manzambi hatte in vier WM-Spielen drei Tore erzielt und zwei vorbereitet. „Schade, dass er sich nicht mehr auf der großen Bühne weiter zeigen kann. Er hat eine Knieverletzung. Wie schwer es ist, kann man jetzt noch nicht sagen“, sagte Trainer Murat Yakin bei MagentaTV.
Zähes Spiel mit wenigen Chancen
Ohne Manzambi tat sich die Schweiz in der Offensive schwer. Die erste Torchance hatte Kolumbien in der 21. Minute: Gustavo Puertas Abschluss wehrte Kobel zur Ecke ab. Fabian Rieder scheiterte auf der Gegenseite an Kolumbien-Keeper Camilo Vargas (30.). Beide Teams lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch, klare Torchancen blieben aber Mangelware. In der 73. Minute gab es einen Schreckmoment, als Vargas mit Schweiz-Stürmer Breel Embolo zusammenprallte. Beide konnten nach kurzer Behandlung weitermachen.
Verlängerung ohne Tore
Da es nach 90 Minuten 0:0 stand, ging die Partie in die Verlängerung. Dort köpfte Kolumbien-Verteidiger Jhon Lucumi in der 99. Minute an die Latte. Der kurz zuvor eingewechselte Zeki Amdouni scheiterte an Vargas (104.). Jaminton Campaz vergab eine Großchance, als er nach einem Fehler von Granit Xhaka frei vor dem Tor vorbeischoss (115.). So fiel die Entscheidung erst im Elfmeterschießen, das die Schweiz mit 4:3 für sich entschied.



