Mit einem deutlichen 5:0 (1:0)-Sieg gegen den Irak hat Senegal seine Chancen auf den Einzug in die K.o.-Phase der Fußball-Weltmeisterschaft gewahrt. Vor 43.036 Zuschauern im Toronto-Stadion beendete der Afrika-Cup-Gewinner von 2022 das Turnier des Außenseiters Irak vorzeitig. Für die Iraker war es die dritte Niederlage im dritten Vorrundenspiel, womit sie wie schon 1986 punktlos ausscheiden.
Frühe Führung und früher Platzverweis
Senegal nutzte seine erste Chance zur frühen Führung: In der vierten Minute verlängerte Habib Diarra einen Kopfball von Abdoulaye Seck ins Netz. Nur zehn Minuten später musste der Irak nach einer Roten Karte gegen Rebin Sulaka in Unterzahl spielen. Sulaka hatte Senegals Star Sadio Mané gefoult; Schiedsrichter Anthony Taylor zeigte zunächst Gelb, korrigierte sich aber nach VAR-Eingriff auf Rot wegen einer Notbremse. Den anschließenden Freistoß von Mané parierte Iraks Torwart Ahmed Basil glänzend.
Senegal steigert sich nach der Pause
In Überzahl dominierte Senegal das Spiel, erspielte sich aber vor der Pause nur wenige klare Chancen. Ismail Jakobs zog knapp vorbei, Mané zielte in der Nachspielzeit zu ungenau. Nach dem Seitenwechsel erhöhte der Favorit den Druck: Ismaila Sarr traf in der 56. Minute nach Vorarbeit von Lamine Camara zum 2:0. Nur drei Minuten später legte der eingewechselte Pape Gueye mit einem Traumschuss in den Winkel nach (59.). Gueye erzielte in der 71. Minute sein zweites Tor, und Iliman Ndiaye setzte in der 82. Minute den Schlusspunkt zum 5:0-Endstand.
Irak ohne Punkt und ohne Tor
Für den Irak, der sich als letztes der 48 Teams für die Endrunde qualifiziert hatte, endet die WM wie die Premiere 1986: ohne Punkt und ohne Sieg. Die Mannschaft von Trainer Graham Arnold kämpfte leidenschaftlich, war aber gegen die Übermacht aus Senegal chancenlos. Nach Niederlagen gegen Norwegen (1:4) und Frankreich (0:3) musste der Asienmeister von 2007 die Heimreise antreten.
Senegal hofft auf Sechzehntelfinale
Mit drei Punkten und einer Tordifferenz von +2 hat Senegal gute Aussichten auf einen Platz im Sechzehntelfinale. Der ursprüngliche Afrika-Cup-Gewinner war nach dem Skandal-Finale gegen Marokko vom Kontinentalverband nachträglich disqualifiziert worden. Nun hofft das Team um Sadio Mané auf den Einzug in die nächste Runde.



