Serena Williams: Frühes Aus in Berlin, Wimbledon-Comeback mit Venus geplant
Serena Williams: Frühes Aus in Berlin, Wimbledon-Comeback

Ein Name beherrschte am Dienstag die Berlin Tennis Open auf der Anlage des LTTC Rot-Weiß: Serena Williams. Die Tennis-Ikone stand im Doppel auf dem Platz. Ihr Einfluss reichte weit über das Match hinaus – selbst das frühe Aus änderte daran nichts. Das Steffi-Graf-Stadion füllte sich schon lange vor ihrem Auftritt – früher als sonst an einem Dienstag. Voll besetzt waren die Ränge nicht. Doch wer kam, kam vor allem wegen Williams.

Auftritt voller Emotionen

Um 17.39 Uhr startete das Auftaktmatch der US-Amerikanerin auf dem Centre Court: rosa Tennisrock, weißes Top, rosa Schuhe. Rund 4700 Zuschauer erhoben sich und feierten sie. Williams ballte nach gewonnenen Punkten die Faust. Verschlug sie einen Ball, ärgerte sie sich sichtbar – einmal sprang sie kurz vor Wut auf. Das Publikum bejubelte jeden Schlag. Williams begeisterte offenkundig allein durch ihre Anwesenheit.

Sportlich blieb es ein kurzes Gastspiel. An der Seite der Tschechin Karolina Muchova (29) unterlag Williams in Runde eins dem Duo Giuliana Olmos (33/Mexiko) und Erin Routliffe (31/Neuseeland) mit 4:6, 4:6. Das Match dauerte 1:29 Stunden. Das Publikum hielt bis zum letzten Ballwechsel zu ihr – auch als der Sieg längst außer Reichweite lag.

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Olympia gibt den Anstoß für Wimbledon

Williams gewann in ihrer Laufbahn 23 Grand-Slam-Titel im Einzel. Nach Berlin reiste sie dennoch nicht als Favoritin, sondern als Rückkehrerin, die sich vier Jahre nach ihrem eigentlichen Karriereende Spiel für Spiel herantastet. Dass sie sich schon nach einem Match verabschiedete, enttäuschte viele. Das zeigten die Gesichter der Zuschauer, als sie ihre Plätze verließen.

Der nächste Auftritt steht aber bereits fest. Wenige Stunden vor dem Match hatten die Wimbledon-Veranstalter bekannt gegeben: Serena Williams und ihre Schwester Venus Williams (46) erhalten eine Wildcard für das Doppel. Die Idee dazu hatte Serenas Tochter Olympia. „Sie hat mir gesagt, ich solle mit Venus spielen. Sie ist sehr klug und weise“, sagte Williams. „Ich glaube, das wird Spaß machen.“

Einzelstart noch offen

Ob sie in Wimbledon auch im Einzel antritt, ließ Williams offen. Auf Nachfrage antwortete sie nur mit einem Lachen: „Das ist die Frage der Stunde. Ich weiß es nicht.“ Zunächst müsse sie trainieren. Vor rund einer Woche, bei ihrem Comeback beim Turnier im Londoner Queen’s Club, hatte sie noch abgewunken: „Im Moment ist es ein Nein.“ In Berlin klang das offener. Ein kategorisches Nein war es nicht mehr.

Mit ihrem Spiel zeigte sich Williams ebenfalls zufrieden – trotz der Niederlage. „Ich habe mich beweglicher, stabiler und schneller gefühlt als beim ersten Spiel in Queen’s“, sagte sie.

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