Schüsse auf Wohnhaus: 21-Jähriger vor Gericht wegen Erpressung
Schüsse auf Wohnhaus: 21-Jähriger vor Gericht

Ein 21-jähriger Mann steht seit heute vor dem Berliner Landgericht, weil er gemeinsam mit unbekannten Komplizen einen Bauunternehmer erpresst haben soll. Die Anklage wirft ihm versuchte schwere räuberische Erpressung, Raub und gefährliche Körperverletzung vor. Zu Prozessbeginn schwieg der Angeklagte zu den Vorwürfen.

Schüsse als Drohkulisse

Laut Staatsanwaltschaft beschlossen der 21-Jährige und seine Mittäter, den Unternehmer zur Zahlung einer hohen sechsstelligen Summe zu zwingen. Am 24. November 2025 feuerten zwei Täter zwölf Schüsse auf ein Wohnhaus in Berlin-Reinickendorf, das dem Schwiegervater des Geschäftsmannes gehört. Einen Tag später forderten sie telefonisch 800.000 Euro und verwiesen auf die Schüsse.

Da der 45-Jährige nicht zahlte, schoss Mitte Dezember eine Person aus der Gruppe zweimal auf das Auto der Partnerin des Unternehmers. Zudem drohte der Angeklagte dem Opfer per WhatsApp, er werde ihm in den Kopf schießen, falls die Zahlung ausbleibe. Der Mann zahlte nicht.

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Überfall im Büro

Bereits Ende Oktober 2025 soll der 21-Jährige mit drei Komplizen in das Büro des Unternehmers eingedrungen sein. Sie schlugen den 45-Jährigen und rissen ihm eine Armbanduhr im Wert von rund 80.000 Euro vom Handgelenk. Ein Zeuge berichtete vor Gericht, dass zunächst ein lauter Termin im Büro des Chefs stattfand, kurz darauf seien vermummte Männer erschienen.

Der Angeklagte wurde Anfang Januar festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der Prozess ist mit weiteren drei Verhandlungstagen bis zum 22. Juli terminiert.

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