Silverstone ohne Roscoe: Hamiltons Hund hinterließ Bottas ein Geschenk
Silverstone ohne Roscoe: Hamiltons Hund hinterließ Bottas Geschenk

Das Heimrennen in Silverstone wird für Lewis Hamilton (41) in diesem Jahr besonders emotional. Zum ersten Mal seit vielen Jahren bestreitet der Rekordsieger der Formel 1 den Großen Preis von Großbritannien ohne seinen treuen Begleiter Roscoe. Die englische Bulldogge starb im vergangenen Jahr im Alter von zwölf Jahren nach schwerer Krankheit.

Roscoe war ein Star im Fahrerlager

Über viele Jahre gehörte Roscoe im Formel-1-Fahrerlager fast genauso selbstverständlich dazu wie sein berühmtes Herrchen. Fans, Fahrer und Teammitglieder kannten den Vierbeiner, der längst selbst zum Publikumsliebling geworden war. Seit 2013 reiste die Bulldogge mit Hamilton um die Welt, wurde im Fahrerlager zum Maskottchen und mit einem eigenen Instagram-Account selbst zum Star. Millionen Fans verfolgten sein Leben zwischen Rennstrecken, Privatjets und Streicheleinheiten im Paddock.

Als Hamilton in der Pressekonferenz auf Roscoe angesprochen wurde, wurde der Ferrari-Star zunächst nachdenklich: „Für alle, die Hunde haben: Ich vermisse sie jeden Tag. Ich vermisse beide Hunde jeden Tag.“ Bereits 2020 hatte Hamilton seine zweite Bulldogge Coco verloren. Roscoe war zuletzt sein ständiger Begleiter. Doch während er über ihn spricht, kehrt auch das Lächeln zurück.

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Die kuriose Anekdote mit Bottas

Hamilton erinnert sich an eine typisch chaotische Silverstone-Nacht – mit Ex-Teamkollege Valtteri Bottas (36) als unfreiwilligem Hauptdarsteller. „Ich erinnere mich daran, wie er die ganze Nacht geschnarcht hat. Irgendwann musste ich mit ihm rausgehen, damit er sein Geschäft erledigen konnte – und zwar direkt vor Valtteris Unterkunft. Er ist einfach immer dorthin gegangen. Keine Ahnung, warum.“

Bottas, der neben Hamilton auf dem Podium sitzt, muss sofort lachen und kontert trocken: „Für mich war das immer ein Geschenk.“ Hamilton grinst: „Ja, er hat dir eben immer ein Geschenk dagelassen.“

Der Abschied von Roscoe

Als sich Roscoes Gesundheitszustand im vergangenen Jahr dramatisch verschlechterte und er ins Koma fiel, musste Hamilton Abschied nehmen: „Nachdem er vier Tage lang mit Geräten am Leben erhalten worden war, in denen er mit jeder Faser gekämpft hat, musste ich die schwerste Entscheidung meines Lebens treffen und mich von Roscoe verabschieden. Ich bin so dankbar und fühle mich geehrt, mein Leben mit einer so wunderschönen Seele geteilt zu haben – ein Engel und ein wahrer Freund.“

Umso emotionaler wird für ihn nun die Rückkehr nach Silverstone: „Es war wunderschön zu sehen, wie viel Liebe Roscoe hier bekommen hat. Er war wirklich ein Teil von Silverstone.“

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