Spanien hat sich im WM-Achtelfinale 2026 gegen Belgien mit einem späten Tor durch Mikel Merino durchgesetzt. Der Mittelfeldspieler, der bereits im Achtelfinale der letzten Europameisterschaft den Siegtreffer erzielt hatte, nutzte in der 89. Minute einen schweren Fehler von Belgiens Ersatztorhüter Senne Lammens zum 1:0-Endstand. Das Spiel war lange Zeit von taktischer Vorsicht geprägt, ehe der Patzer des Keepers die Entscheidung brachte.
Spielverlauf und entscheidende Szene
Die Partie in Hamburg begann ausgeglichen, beide Teams neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld. Belgien, das auf Stammtorwart Thibaut Courtois verzichten musste, vertraute auf Senne Lammens, der bis dahin eine solide Leistung zeigte. In der 89. Minute jedoch unterlief ihm ein folgenschwerer Fehler: Nach einer Flanke von Lamine Yamal ließ Lammens den Ball durch die Hände gleiten, Mikel Merino stand goldrichtig und schob aus kurzer Distanz ein. Der Treffer wurde nach kurzer VAR-Prüfung anerkannt.
Merinos erneute Heldentat
Mikel Merino war es erneut, der für Spanien in der Schlussphase traf. Schon im EM-Achtelfinale 2024 gegen Deutschland hatte der Mittelfeldspieler von Real Sociedad in der 119. Minute den Siegtreffer erzielt. „Ich kann es selbst kaum glauben, dass mir das schon wieder passiert ist“, sagte Merino nach dem Spiel. „Aber der Sieg zählt für das Team, wir haben hart gekämpft.“
Belgien enttäuscht, Lammens unter Druck
Für Belgien ist das Aus eine herbe Enttäuschung. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco hatte sich viel vorgenommen, doch die Offensive um Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku blieb weitgehend harmlos. Torwart Lammens, der für den verletzten Courtois eingesprungen war, zeigte sich nach dem Spiel niedergeschlagen: „Ich habe das Team im Stich gelassen, es tut mir unendlich leid.“ Statistisch gesehen war es der erste entscheidende Fehler des 23-Jährigen in einem großen Turnier.
Ausblick für Spanien
Spanien trifft im Viertelfinale nun auf den Sieger der Partie zwischen Brasilien und Japan. Trainer Luis de la Fuente zeigte sich zuversichtlich: „Wir haben gezeigt, dass wir bis zum Ende kämpfen können. Das gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben.“ Die Spanier sind damit das erste Team, das sich für das Viertelfinale qualifiziert hat.



