Blessin wütend über Patzer: St. Pauli verschenkt Sieg in Gladbach
St. Pauli verschenkt Sieg in Gladbach - Blessin wütend

St. Pauli verschenkt Punkte in Gladbach: Blessin kritisiert eigene Fehler

Sichtlich genervt und angefressen stand Alexander Blessin nach dem Abpfiff in Mönchengladbach da. Die 0:2-Niederlage seines FC St. Pauli im wichtigen Keller-Duell der Bundesliga war für den 52-jährigen Trainer eine bittere Enttäuschung. „Das sind zwei Geschenke, die wir geben“, analysierte Blessin die Niederlage, die seinem Team im Abstiegskampf einen Rückschritt bescherte.

Defensive Patzer besiegeln das Schicksal

Eigentlich hatte St. Pauli die Anfangsphase defensiv gut überstanden. Die Mannschaft ließ in den ersten zehn Minuten keine nennenswerten Chancen der Gladbacher zu. Doch dann folgten die entscheidenden Fehler. „Das fühlte sich nicht nach einem 0:2 an“, so Blessin, der die unnötigen Patzer seines Teams scharf kritisierte.

Beim 0:1 in der 37. Minute durch Kevin Stögers Freistoß sah Blessin klaren Verbesserungsbedarf: „Da muss Eric seinen Körper dazwischenkriegen. Das geht einfach nicht. Vom Kopf her einfach wach zu sein.“ Die Kritik an Eric Smith war unmissverständlich, dessen unnötiges Foul an Rocco Reitz den Freistoß ermöglicht hatte.

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Lethargische Reaktionen führen zum zweiten Tor

Mit dem Rückstand wurde die Aufgabe für St. Pauli zunehmend schwieriger. Zwar hatten die Hamburger nach der Pause mehr Ballbesitz, doch gefährliche Torchancen blieben aus. Stattdessen besiegelte ein weiterer defensiver Fehler das Spiel. In der 62. Minute ließen sich Hauke Wahl und Tomoya Ando auf der linken Abwehrseite ausspielen, was zum 0:2 durch Nathan Ngoumou führte.

Blessin zeigte sich auch hier unzufrieden: „Auch das zweite Tor haben wir hergeschenkt. Da haben wir vorn keinen Druck drauf. Wir sind inaktiv. Wir denken, der Ball ist schon im Aus. Das sind lethargische Bewegungen, dann wird man bestraft.“

Bittere Erkenntnisse für den Abstiegskampf

Der Trainer zog eine ernüchternde Bilanz: „Das sind vermeidbare Tore. Das war jetzt kein gutes Spiel von uns. Aber du kannst trotzdem mit einem 0:0 hier rausgehen.“ Die Parallelen zum 0:4 im Hinspiel waren offensichtlich – auch damals hatte St. Pauli den Gladbachern Tore „geschenkt“.

Nun bleibt nur die Hoffnung, dass die Konkurrenz im Abstiegskampf am Wochenende nicht zu weit davonzieht. „Dass wir Punkte brauchen, ist klar“, stellte Blessin unmissverständlich fest. Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits am 22. März im Heimspiel gegen den SC Freiburg. Für St. Pauli wird es dabei darum gehen, die teuren Fehler aus Gladbach zu vermeiden und endlich die dringend benötigten Punkte zu holen.

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