Simon Straudi (27), Neuzugang von Dynamo Dresden, traf beim Testspiel gegen Zweitliga-Aufsteiger Energie Cottbus auf seinen Ex-Klub und dessen Trainer Pele Wollitz (61). Nach einem öffentlichen Schlagabtausch Ende Juni kam es nun zur Versöhnung. „Hat Spaß gemacht, die Jungs wiederzusehen. Alle waren nett zu mir, es gab keine Ausreißer“, sagte Straudi. „Natürlich gab´s auch mit dem Trainer ein freundliches Handshake.“
Hintergrund des Streits
Kurz nach Bekanntwerden des Transfers hatte Wollitz behauptet, Straudi habe in Cottbus bereits mündlich zugesagt. „Wenn man eine Zusage gibt, hat man sie gegeben“, polterte der Coach. Der Spieler bestritt dies energisch. Nun betont Straudi: „Da ist überhaupt nichts hängengeblieben. Ich bin nicht nachtragend, er glaub auch nicht. Alles gut.“ Das Thema sei damit erledigt.
Sportliche Situation
Anders als die persönliche Beziehung sieht Straudi sportlich noch Luft nach oben. „Ich glaube schon, dass auf uns noch ein bisschen Arbeit wartet“, meinte der Defensivmann nach dem Doppel-Test. „Ist schon gut, dass wir noch zwei Wochen haben.“ Im zweiten Spiel stand er in der Mannschaft, die trotz Rückstands noch 2:1 siegte. „Das war schon wichtig für uns. Man spielt ja, um zu gewinnen. Und wenn du dann hinten liegst, ist das immer Scheiße. Dass wir es dann noch gedreht haben, spricht auch für die Moral“, so Straudi.
Kampf um Stammplatz
Den Sieg wertet Straudi nicht als Trumpf im Kampf um die Startelf. „Ich denke, dass das Ergebnis eher irrelevant ist. Der Trainer schaut schon auf die Leistung der einzelnen Spieler. Im Endeffekt zählt die ja auch.“ Die Vorbereitung unter hohen Temperaturen – weit über 30 Grad in der Sonne – sei eine zusätzliche Herausforderung. „Das gehört im Sommer dazu. Nächsten Samstag wird´s nicht besser“, spielte Straudi auf die Generalprobe gegen Union Berlin an. „Da muss man durch, auch wenn´s echt hart ist.“



