Tori Penso: „Beste Schiedsrichterleistung“ bei Männer-WM gefeiert
Tori Penso: Beste Schiedsrichterleistung bei Männer-WM

Die US-amerikanische Schiedsrichterin Tori Penso (39) hat bei der Männer-Weltmeisterschaft 2026 für Aufsehen gesorgt. Als erst zweite Frau in der Geschichte leitete sie ein Spiel der Männer-WM – und erntete dafür begeisterte Kritiken. Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich (47) nannte ihre Leistung im Streamingdienst MagentaTV die „mit Abstand beste Schiedsrichterleistung bis jetzt bei dieser WM“.

Lob von Patrick Ittrich

Ittrich, der im Mai 2026 seine Karriere beendet hatte, analysierte die Partie der Gruppe A zwischen Tschechien und Südafrika (1:1). Er hob hervor, dass es ihm nicht um das Geschlecht der Unparteiischen gehe: „Ich hab da gar keinen Bock mehr drauf, weil das völlig egal ist. Da zählt die Qualität.“ Penso habe exzellente Entscheidungen getroffen, aber vor allem ihre Kommunikation mit den Spielern sei außergewöhnlich gewesen. „Da wird auch mal die Hand aufgelegt, da wird auch mal gelächelt. Im gesamten Kommunikationspaket hat sie das weltklasse gemacht“, so Ittrich.

Elfmeterentscheidung als Glanzpunkt

Besonders die entscheidende Szene des Spiels – ein Handelfmeter gegen Tschechien in der Schlussphase – meisterte Penso nach Ittrichs Ansicht bravourös. Tschechiens Pavel Šulc hatte einen Schuss mit dem abgespreizten Arm geblockt. Penso zeigte nach kurzem Zögern auf den Punkt. Ittrich bezeichnete dies als „Weltklasse-Feldentscheidung“. Er betonte, dass der Arm weit abgespreizt und die Haltung unnatürlich gewesen sei, was nach den FIFA-Regeln einen klaren Strafstoß darstelle.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Pensos Karriereweg

Tori Penso, aus Florida stammend, pfeift seit 2020 in der US-Männerliga MLS. Zuvor war sie über 20 Jahre lang die erste Frau, der wieder ein MLS-Spiel zugeteilt wurde. 2023 leitete sie das Frauen-WM-Finale zwischen Spanien und England (1:0), und im Sommer 2025 war sie bei der Männer-Klub-WM im Einsatz, unter anderem beim Spiel von Borussia Dortmund gegen Ulsan Hyundai. Seit 2021 ist sie FIFA-Offizielle.

Ittrich verglich Penso mit der deutschen Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus, die ebenfalls jahrelang auf höchstem Niveau gepfiffen habe. Er lobte Pensos Präsenz in den sozialen Medien und ihre Fähigkeit, sich zu positionieren. „Die ist schon gut unterwegs“, sagte Ittrich und räumte ein, dass sie vielleicht sogar weiter sei als er selbst in seinen letzten Jahren.

Frühe Anfänge und Motivation

Laut dem US-Sender ESPN wurde Penso mit 14 Jahren Schiedsrichterin, um ihr Taschengeld aufzubessern. Mit 18 absolvierte sie ein „Olympic Development Program“ in Alabama und pfiff während ihres Studiums. Sie kündigte sogar einen Job in einer Werbeagentur, um sich ganz der Schiedsrichterei zu widmen. Kurz vor der WM schrieb sie auf Instagram: „Es ist an der Zeit, der Welt zu zeigen, was möglich ist, wenn man groß träumt.“ Sie hoffe, dass ihre Teilnahme an der WM als Frau und dreifache Mutter Frauen und Mädchen weltweit inspiriere.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration