Weniger als 500 Meter vor dem Ziel der neunten Etappe der Tour de France ist es am Sonntagabend zu einem schweren Unfall gekommen. Ein Begleitfahrzeug der Presse, das zur französischen Sportzeitung „L’Équipe“ gehörte, prallte gegen die Absperrungen entlang der Strecke. Acht Personen, die sich hinter den Absperrungen befanden, wurden verletzt, zwei von ihnen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären.
Hitzebedingter Schwächeanfall als mögliche Ursache
Der örtliche Sender Ici Limousin, dessen Leiter den Unfall direkt miterlebte, berichtete, dass der Fahrer des Pressewagens vermutlich einen Schwächeanfall erlitten habe. In der Region herrschten am Sonntag Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius, was zu einer Verkürzung der Etappe führte – ein Novum in der langen Geschichte der Tour de France. Die extreme Hitze könnte eine entscheidende Rolle bei dem Vorfall gespielt haben.
Ermittlungen laufen
Die Staatsanwaltschaft hat die Untersuchung aufgenommen, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären. Es wird geprüft, ob technische Mängel am Fahrzeug oder gesundheitliche Probleme des Fahrers ausschlaggebend waren. Die beiden ins Krankenhaus eingelieferten Verletzten befinden sich nach ersten Angaben nicht in Lebensgefahr. Die Tour de France setzt ihre Rundfahrt fort, während die Sicherheitsvorkehrungen für Begleitfahrzeuge überprüft werden.
Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Risiken, denen Helfer und Zuschauer bei Großveranstaltungen ausgesetzt sind, insbesondere unter extremen Wetterbedingungen. Die Organisatoren der Tour de France stehen nun vor der Herausforderung, die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten, ohne den Ablauf des Rennens zu beeinträchtigen.



