Michael Olise (24) ist eigentlich für seine emotionslose Mimik bekannt, doch nach der 4:6-Niederlage Frankreichs gegen England im Spiel um Platz drei der WM war er den Tränen nahe. Wie „L'Equipe“ berichtet, vergab der Bayern-Spieler zwei Großchancen in der 75. und 81. Minute, die das mögliche 4:4 bedeutet hätten – und damit eines der größten Comebacks der Fußballgeschichte. Stattdessen blieb es bei der Pleite, die Didier Deschamps (57) einen tristen Abschied als Nationaltrainer bescherte.
Olise bricht Pelés WM-Rekord
Trotz der Niederlage feierte Olise einen historischen Rekord: Mit seinen zwei Vorlagen im Spiel gegen England kommt er auf insgesamt sieben Assists bei dieser WM – Bestmarke. Bisher hielt der Brasilianer Pelé (†82) den Rekord mit sechs Torvorbereitungen bei der WM 1970. Olise übertraf diese Marke und steht nun allein an der Spitze.
Deschamps tröstet Olise
Nach dem Abpfiff suchte Deschamps das Gespräch mit Olise. „Ich habe mit Michael gesprochen und ihn getröstet“, sagte der scheidende Trainer. Olise machte sich schwere Vorwürfe, da er ohne eigenen Turniertreffer blieb. Dabei hatte er zuvor für Schlagzeilen gesorgt: „L'Equipe“ berichtete, dass der Flügelspieler Bayern München Richtung Real Madrid verlassen wolle. Sein Vertrag läuft bis 2029, der Marktwert wird auf 150 Millionen Euro geschätzt.
Matthäus: Keine Chance für Real Madrid
Lothar Matthäus hingegen sieht Olise fest bei den Münchnern. „Ich glaube nicht, dass Real Madrid da eine Chance hat“, sagte der Rekordnationalspieler der „Bild“. Zwar habe Madrid den Wunsch, „aber die Möglichkeit, dass Olise im nächsten Jahr bei Madrid spielt, schätze ich eigentlich auf null.“



