Die deutsche U19-Nationalmannschaft hat ein starkes EM-Turnier nicht mit dem Titelgewinn krönen können. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes verlor das Endspiel im walisischen Wrexham gegen den hohen Favoriten Spanien mit 0:2 (0:1). Auch ohne den ersten EM-Titel seit zwölf Jahren darf das Team von Trainer Christian Wörns auf eine starke Endrunde zurückblicken.
Spanien bleibt Rekordsieger
Mit nun zehn Titeln ist Spanien der Rekordsieger in dieser Altersklasse. Deutschland gewann das Turnier wie England und Italien zweimal. Der letzte deutsche Titel liegt zwölf Jahre zurück: 2014 holte das Team um Joshua Kimmich den EM-Titel. Zuvor hatte Deutschland mit dem Team um Lars und Sven Bender im Jahr 2008 das Turnier gewonnen. Das Endspiel 2002 des Teams um Philipp Lahm ging gegen Spanien 0:1 verloren.
Spielverlauf: Spanien dominiert erste Hälfte
In der ersten Halbzeit waren die Spanier das spielbestimmende Team auf dem Platz. In der 38. Minute hatte die DFB-Auswahl noch Glück, als Spaniens Hugo Lopez nur die Latte traf. Sechs Minuten später brachte der Stürmer die Iberer dann per Abstauber in Führung. Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Mario Rivas (48.) zum 2:0 für die Spanier.
Mitte der zweiten Halbzeit kam die deutsche Elf besser ins Spiel und bäumte sich gegen die drohende Niederlage auf. Jykese Fields (78./87.) und Montrell Culbreath (79.) konnten aber drei gute Chancen nicht nutzen.
DFB-Team steigert sich nach der Pause
Trotz der Niederlage blickt das Team auf eine erfolgreiche EM zurück. Der Einzug ins Finale war für die deutsche U19 der erste seit 2014. Trainer Christian Wörns zeigte sich stolz auf die Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben ein starkes Turnier gespielt und uns im Finale gut präsentiert, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat. Die Entwicklung der Mannschaft ist vielversprechend.“
Spanien bleibt mit zehn Titeln der erfolgreichste Verband in dieser Altersklasse. Deutschland, England und Italien teilen sich mit je zwei Titeln den zweiten Platz.



