Deniz Undav (29) hat mit einem Doppelpack gegen die Elfenbeinküste (2:1) die deutsche Nationalmannschaft gerettet und dem VfB Stuttgart bereits jetzt den Status des größten WM-Gewinners beschert. Was in Stuttgart seit drei Jahren bekannt ist, weiß nun die ganze Fußballwelt: Wenn nach vorne nichts geht, trifft aus dem Nichts Undav. Der beste Stürmer Deutschlands rettet die DFB-Elf, und der VfB kann sich auf die Schultern klopfen.
Vertragsverlängerung im Mai sichert Undav langfristig
Im Saisonendspurt war Undav das größte Diskussionsthema beim VfB. Sein Vertrag lief 2027 aus, und ohne Verlängerung hätte der Star ab Januar 2026 ablösefrei einen Vorvertrag bei einem anderen Klub unterschreiben können. Undav und der VfB wollten schnelle Klarheit und einigten sich Ende Mai auf einen neuen Vertrag bis 2029. Der Stürmer verdient nun rund 5,5 Millionen Euro pro Jahr und kassierte vier Millionen Euro Handgeld für die Unterschrift. Viel Geld – doch schon nach den ersten beiden WM-Spielen ist klar: Gut, dass der VfB schnell gehandelt hat.
Undavs WM-Statistik: Fünf Scorerpunkte in 56 Minuten
Nach nur 56 WM-Minuten steht Undav bei fünf Scorerpunkten und ist damit der gefährlichste Spieler des Turniers. Er zieht die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich und macht so auch Werbung für den VfB. Wäre die Undav-Zukunft noch nicht geklärt, käme man in Stuttgart ins Schwitzen. Hätte der Stürmer erst jetzt verhandelt, hätte er mit WM-Rückenwind wohl noch mehr Gehalt fordern oder auf Zeit spielen können, um im Winter einen Top-Klub abzuwarten.
Undav sagte kürzlich auf dem YouTube-Kanal „Hstryagency“: „Im Winter hätte ich ablösefrei woanders unterschreiben können. Da wäre für mich mehr Handgeld und höheres Gehalt rausgekommen.“ An Interessenten hätte es nicht gemangelt. Doch alles egal, denn Undav hat schon beim VfB unterschrieben.
VfB-Sportführung überzeugt mit starkem Verhandlungsgeschick
Die sportliche Führung um Vorstandsvorsitzenden Alexander Wehrle (51), Sportvorstand Fabian Wohlgemuth (47) und Sportdirektor Christian Gentner (40) verhandelte stark, und der Aufsichtsrat genehmigte den neuen Vertrag mit dem Gehaltsplus. Jetzt darf Stuttgart die DFB-Elf, Undav und auch sich selbst feiern. Sportboss Wohlgemuth schwärmt auf BILD-Nachfrage über den Top-Star: „Wenn man denkt, das Ende der Fahnenstange ist erreicht, setzt Deniz derzeit immer noch einen drauf. Er ist gerade dauerhaft in Ausnahmeform. Man würde Deniz aber auch unrecht tun, sein aktuelles Leistungsbild auf das berühmte Momentum zu reduzieren. Seit er beim VfB Stuttgart ist, hat Deniz von wenigen Phasen abgesehen immer das Niveau bei uns mit bestimmt.“



