Die TV-Reporterin Abigail Velez hat mit Aussagen über Bosnien-Herzegowina eine Kontroverse bei der Fußball-WM ausgelöst. Nachdem festgestanden hatte, dass Gastgeberland USA im Sechzehntelfinale auf die Bosnier treffen wird, verfiel die Amerikanerin vor laufender Kamera in offenen Spott.
Spott vor laufender Kamera
„Eine Sache zu Bosnien: Ich könnte nicht einmal auf einer Karte zeigen, wo es liegt“, sagte Velez. „Ich habe keine Ahnung von Bosnien und will es auch gar nicht wissen. Denn Team USA ist zurück und besser denn je. Macht euch bereit, Bosnien, denn ihr wollt es zwar nicht – aber ihr werdet es kriegen!“ Die Aussagen der Journalistin, die für den Lokalsender ABC7 in Los Angeles arbeitet, wurden in den sozialen Medien viral verbreitet.
Scharfe Kritik im Netz
In den Kommentaren wurde Velez scharf für ihre Ignoranz und Respektlosigkeit kritisiert. „Meine Güte, die Klischees schreiben sich von selbst“, hieß es in einem Post eines bosnischen Fan-Accounts. Die Kritik zwang Velez zu einer Reaktion.
Missglückter Scherz
In einem eigenen Post entschuldigte sich Velez für ihre Worte. Das Ganze sei nur ein missglückter Versuch gewesen, „ein bisschen Spaß“ zu haben, schrieb sie. Dabei sei sie aber „zu weit gegangen“. Ihre Aussagen seien „unsensibel und unangemessen“ gewesen. „Ich entschuldige mich bei den Menschen in Bosnien und bei der bosnischen Fußballmannschaft. Bei der Weltmeisterschaft sollte es darum gehen, Menschen aus aller Welt zu vereinen – mein Kommentar spiegelte diesen Geist nicht wider“, so Velez weiter. Sie wünschte allen im Turnier verbliebenen Teams alles Gute.
Hintergrund zum Spiel
Das Sechzehntelfinale zwischen den USA und Bosnien-Herzegowina findet in der Nacht auf Donnerstag (2 Uhr) in San Francisco statt. Für die Bosnier ist es nach 2014 die zweite Teilnahme an einer WM-Endrunde. Damals war bereits nach der Vorrunde Schluss. Über die Wertung der acht besten Gruppendritten reichte es diesmal für die K.-o.-Runde. Die USA wurden in ihrer Gruppe Erster.



