VfB Stuttgart scheitert in Porto: Europa-League-Aus nach Effizienzproblemen
VfB Stuttgart: Europa-League-Aus nach Effizienzproblemen

VfB Stuttgart scheitert in Porto: Europa-League-Aus nach Effizienzproblemen

Ein bitterer Abend für den VfB Stuttgart: Die Europa-League-Reise des Bundesligisten endete im Achtelfinale beim FC Porto. Nach der 1:2-Heimniederlage kassierte der DFB-Pokalsieger auch im Rückspiel eine 0:2-Niederlage und verpasste damit das erste Europapokal-Viertelfinale seit fast drei Jahrzehnten.

Emotionales Spiel mit entscheidenden Momenten

Vor 40.675 Zuschauern entwickelte sich ein teilweise hoch emotionales Duell, das durch zwei Platzverweise geprägt wurde. Bereits in der 27. Minute erhielt ein Betreuer der Hausherren die Rote Karte, während Stuttgarts Nikolas Nartey in der 77. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste.

Der portugiesische Liga-Spitzenreiter Porto zeigte sich effizienter und verdienter Sieger. William Gomes brachte seine Mannschaft bereits in der 21. Minute in Führung, während der eingewechselte Victor Froholdt mit einem Traumtor in der 72. Minute die letzten Zweifel am Weiterkommen beseitigte.

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Chancenverwertung als entscheidender Faktor

Dem VfB fehlte trotz großer Hingabe und Kampfgeist die nötige Cleverness und Effektivität. Schon im Hinspiel hatten diese Faktoren eine wichtige Rolle gespielt, und auch in Porto zeigte sich das gleiche Muster.

Trainer Sebastian Hoeneß hatte vor dem Spiel von einem spürbaren Kribbeln gesprochen und betont, dass allein die Tatsache des möglichen Viertelfinaleinzugs Motivation genug sei. „Rein theoretisch musst du Rückstände nicht in den ersten zehn Minuten aufholen“, so Hoeneß. „Natürlich hilft es aber auch, schon früh ein Momentum zu kreieren.“

Vergebene Chancen rächen sich

Der VfB startete mit guten Akzenten in die Begegnung. Jeff Chabot testete den PortoTorhüter bereits in der 2. Minute mit einem Kopfball, während Chris Führich in der 8. Minute mit einem Distanzschuss für Gefahr sorgte.

Die beste Möglichkeit der Anfangsphase hatte Deniz Undav in der 13. Minute, doch sein Abschluss landete neben dem Tor. Diese vergebenen Chancen sollten sich bitter rächen, als William Gomes etwas glücklich zum Führungstreffer kam.

Porto-Defensive als unüberwindbare Mauer

Trotz des Rückschlags und angetrieben von mehreren tausend mitgereisten Fans ließ der Kampfgeist der Schwaben nicht nach. Vor der Pause drängten sie unermüdlich auf den Ausgleich, doch die Porto-Defensive mit Torhüter Diogo Costa blieb eine unüberwindbare Mauer.

Nach dem Seitenwechsel agierte Porto aktiver, während Stuttgart sich schwerer tat, in Ballbesitzphasen zu kommen. Das große Manko blieb jedoch die mangelnde Effizienz: Undav scheiterte in der 54. Minute am glänzend reagierenden brasilianischen Nationaltorhüter Costa, fünf Minuten später hob er den Ball erneut neben das Tor.

Wechsel bringen keine Wende

Die Wechsel von Trainer Hoeneß konnten die Wende nicht mehr einleiten. Im Gegenteil: Froholdts Traumtor ließ VfB-Torhüter Alexander Nübel keine Abwehrmöglichkeit, und Narteys Platzverweis in der Schlussphase war ebenfalls keine Hilfe.

Trotz der Niederlage feierten die mitgereisten Stuttgarter Fans ihre Mannschaft für den gezeigten Einsatz und Kampfgeist.

Ausblick auf die kommenden Aufgaben

Für den VfB Stuttgart geht es nun darum, den Rückschlag schnell zu verarbeiten. In der Bundesliga steht am Sonntagabend beim FC Augsburg die Festigung des Champions-League-Platzes auf dem Programm. Ein Erfolg in dieser Mission würde bedeuten, dass es in der kommenden Saison wieder auf internationale Reisen geht – im besten Fall sogar in der Königsklasse.

Der FC Porto trifft in der nächsten Runde der Europa League auf Nottingham Forest und setzt damit seine europäische Reise fort, während der VfB Stuttgart sich auf die nationalen Aufgaben konzentrieren muss.

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