Tour de France 2026: Vingegaard nach Sturz ausgeschieden – Evenepoel neuer Zweiter
Vingegaard nach Sturz raus – Evenepoel Zweiter

Der dänische Radprofi Jonas Vingegaard hat die Tour de France 2026 nach einem schweren Sturz auf der 15. Etappe vorzeitig beenden müssen. Der zweimalige Toursieger (2022, 2023) kam 22 Kilometer vor dem Ziel in einem Kreisverkehr zu Fall und zog sich eine Schulterverletzung zu. Mit bandagiertem rechten Arm und gesenktem Kopf verließ der 29-Jährige das Rennen und wurde ins Röntgen-Mobil gebracht. Der Sturz markiert eine sportliche Zäsur: Vingegaard, der als Mitfavorit gestartet war, hatte bereits in den beiden Vorjahren jeweils den zweiten Gesamtrang belegt.

Evenepoel gewinnt Etappe und rückt auf Rang zwei vor

Der Tagessieg ging an Remco Evenepoel vom deutschen Team Red Bull, der den slowenischen Titelverteidiger Tadej Pogacar im Schlusssprint besiegte. Es war der erste Etappensieg für das deutsche Team bei dieser Tour. Pogacars Teamkollege Isaac del Toro aus Mexiko wurde Dritter. Der deutsche Fahrer Florian Lipowitz, der zuvor Sechster der Gesamtwertung war, verlor im Schlussanstieg zum Plateau de Solaison den Anschluss und kam 58 Sekunden nach Evenepoel ins Ziel. Dennoch verbesserte er sich in der Gesamtwertung auf Platz fünf.

In der Gesamtwertung führt Pogacar nun mit einem Vorsprung von fünf Minuten vor Evenepoel. Del Toro liegt 5:58 Minuten zurück auf Rang drei. Lipowitz ist 6:48 Minuten hinter Pogacar und 1:48 Minuten hinter Evenepoel, der beim bevorstehenden Einzelzeitfahren als großer Favorit gilt.

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Sturz im Kreisverkehr – auch andere Fahrer betroffen

Der Sturz von Vingegaard ereignete sich auf der Fahrt zum Schlussanstieg. Neben ihm kamen auch Pogacars Teamkollegen Felix Großschartner und Isaac del Toro zu Fall. Während der Österreicher und der Mexikaner das Rennen fortsetzen konnten, war für Vingegaard die Tour beendet. Der Däne war mit einem Rückstand von 4:30 Minuten auf Pogacar in die Etappe gestartet. Der Slowene galt bereits vor Vingegaards Aufgabe als klarer Favorit auf den fünften Toursieg.

Nächtliche Dopingkontrollen belasten Fahrer

Die 15. Etappe stand auch im Zeichen ungewöhnlich später Dopingkontrollen. Sowohl Pogacar als auch Vingegaard wurden in der Nacht vor der Etappe getestet. „Ich habe vier Stunden Schlaf bekommen“, sagte Pogacar bei Eurosport. „Ich gehe immer spät schlafen, aber es war trotzdem ein großer Schock.“ Der Slowene wird als Träger des Gelben Trikots täglich getestet.

Vingegaard reagierte verärgert: „Es ist gut, dass sie testen, aber wenn es die Leistung beeinflusst und deinen Schlaf, dann denke ich nicht, dass es so gut ist. Hoffentlich bin ich am Ende nicht der Einzige, denn am Ende sollte es für jeden gleich sein. Es ist nicht so schön um zwei Uhr.“ Die Kontrolle habe 40 Minuten gedauert, ehe er wieder im Bett war. Die International Testing Agency (ITA) hatte die Tests durchgeführt.

Ausblick auf die zweite Ruhewoche und Zeitfahren

Nach der anstrengenden Etappe am Vortag in Le Markstein steht am Montag der zweite Ruhetag an. Am Dienstag folgt das einzige Einzelzeitfahren der diesjährigen Tour über knapp 26 Kilometer zwischen Évian-Les-Bains und Thonon-Les-Bains am Genfersee. Evenepoel, ein Spezialist gegen die Uhr, könnte seinen Vorsprung auf Lipowitz weiter ausbauen. Die Tour endet am 26. Juli in Paris.

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