KI-Nutzung im Osten: Nur zwei Fünftel der Firmen setzen auf Künstliche Intelligenz
KI-Nutzung im Osten: Nur zwei Fünftel der Firmen setzen auf KI

In Ostdeutschland setzen deutlich weniger Firmen auf Künstliche Intelligenz (KI) als im bundesweiten Durchschnitt. Laut einer Analyse des Dresdner Ifo-Instituts nutzen inzwischen mehr als die Hälfte aller deutschen Unternehmen KI aktiv, während es im Osten nur knapp zwei Fünftel sind. Konkret liegt der Anteil der KI-nutzenden Firmen im Osten bei 38,7 Prozent, bundesweit bei 55,9 Prozent. Damit befinde sich die ostdeutsche Wirtschaft auf dem Niveau, das Westdeutschland vor einem Jahr erreicht habe.

Struktureller Rückstand in allen Wirtschaftsbereichen

„Dieser Rückstand findet sich dabei in allen Wirtschaftsbereichen und in allen ostdeutschen Bundesländern und zeigt, dass die Unternehmen die hiermit verbundenen Chancen zur Produktivitätssteigerung noch nicht ausreichend nutzen“, kommentiert Joachim Ragnitz, Co-Autor der Ifo-Studie. Der strukturelle Rückstand Ostdeutschlands bei der Adoption neuer Technologien zeige sich damit auch bei KI. Es hänge vor allem von kleineren und mittleren Unternehmen ab, ob sich dieser Abstand in Zukunft verringert.

Starker Anstieg der KI-Nutzung zwischen 2023 und 2026

Das Ifo Institut hatte für seine Befragung die Gesamtwirtschaft sowie fünf einzelne Bereiche untersucht: das Verarbeitende Gewerbe, Dienstleistungen, Großhandel, Einzelhandel und Bauhauptgewerbe. Insgesamt sei die KI-Nutzung in der deutschen Gesamtwirtschaft zwischen 2023 und 2026 stark gestiegen – sowohl im Osten als auch im Westen. In Deutschland stieg der Anteil der Firmen in diesem Zeitraum von 15,5 Prozent auf 55,9 Prozent, im Osten von 5,8 Prozent auf 38,7 Prozent. Gründe für die anhaltende Kluft wurden in der Studie nicht genannt.

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