Vom Spielfeld an die Seitenlinie: Wechsel erleichtern
Vom Spielfeld an die Seitenlinie: Wechsel erleichtern

In Berliner Fußballvereinen herrscht ein Mangel an Trainerinnen. Mia-Marie Stangohr und Lucie Schröder sind zwei junge Frauen, die den Sprung vom Spielfeld an die Seitenlinie gewagt haben. Sie zeigen, wie Vorbilder neue Wege öffnen und andere Frauen motivieren können, ebenfalls als Trainerin aktiv zu werden.

Der Weg zur Trainerin: Vom Spielen zum Coachen

Mia-Marie Stangohr, die selbst jahrelang Fußball gespielt hat, leitet heute eine Fußball-AG für Grundschülerinnen. „Als Trainerin möchte ich den Mädchen zeigen, dass Frauen auch an der Seitenlinie Verantwortung übernehmen können“, sagt sie. Lucie Schröder, ebenfalls ehemalige Spielerin, trainiert eine Jugendmannschaft. Beide betonen, dass der Schritt vom Spielfeld zur Seitenlinie zunächst eine Herausforderung war, aber durch Unterstützung und Vorbilder erleichtert wurde.

Fehlende weibliche Vorbilder im Trainerstab

Laut einer Umfrage des Berliner Fußball-Verbandes sind nur etwa 15 Prozent der Trainer im Berliner Amateurfußball weiblich. „Viele ehemalige Spielerinnen denken gar nicht daran, Trainerin zu werden, weil sie kaum weibliche Vorbilder in dieser Rolle sehen“, erklärt ein Verbandssprecher. Stangohr und Schröder wollen genau das ändern: Sie organisieren regelmäßig Schnuppertrainings für interessierte Frauen und Mädchen, um ihnen die Scheu vor dem Traineramt zu nehmen.

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Unterstützung durch den Verein und den Verband

Die beiden Trainerinnen werden von ihren Vereinen und dem Berliner Fußball-Verband unterstützt. Es gibt spezielle Fortbildungen und Mentoring-Programme, die den Einstieg erleichtern. „Ohne die Hilfe meines Vereins hätte ich mich nicht getraut, die AG zu leiten“, sagt Stangohr. Schröder ergänzt: „Der Austausch mit anderen Trainerinnen ist Gold wert. Man merkt, dass man nicht allein ist.“

Auswirkungen auf die Mädchen und den Verein

Die Arbeit von Stangohr und Schröder zeigt bereits Erfolge: Die Mädchen in ihrer AG und Mannschaft sind motivierter und identifizieren sich stärker mit dem Fußball. „Wenn sie sehen, dass eine Frau an der Seitenlinie steht, denken sie: Das kann ich auch mal werden“, so Stangohr. Auch die Vereine profitieren: Durch das Engagement der Trainerinnen steigt die Mitgliederzahl bei den Mädchenmannschaften. „Wir hoffen, dass sich noch mehr Frauen trauen, den Schritt zu gehen“, sagt der Verbandssprecher.

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