Die Kritik der ehemaligen Werder-Spielerin Melina Kunkel (20) an Trainerin und ZDF-Expertin Fritzy Kromp (41) hat für Aufsehen gesorgt. In einem Abschiedspost auf Instagram warf die Stürmerin Kromp vor, das langjährig aufgebaute Vereinsimage für kurzfristigen Erfolg zu opfern. Nun hat sich Werder-Boss Clemens Fritz (45) zu den Vorwürfen geäußert und Kromp in Schutz genommen.
Fritz: Kromp ist eine hervorragende Trainerin
„Fritzy ist eine hervorragende Trainerin, das hat die vergangene Saison gezeigt. Aber wir müssen auch manchmal harte Entscheidungen treffen. Als Trainer ist es nicht möglich, es allen recht zu machen“, betonte Fritz gegenüber BILD. Ein persönliches Gespräch mit der verärgerten Kunkel strebe er nicht an.
Unter Kromp erlebten die Werder-Frauen die beste Saison ihrer Vereinsgeschichte. Kunkel kam dabei nicht zum Einsatz und wurde nicht für die erste Mannschaft berücksichtigt. Fritz erläuterte die Hintergründe: „Wir hatten einen großen Konkurrenzkampf im vergangenen Jahr. Dazu hatte Melina großes Verletzungspech. Daher haben wir sie rein sportlich nicht in der 1. Mannschaft gesehen und hätten auch in Zukunft für die Bundesliga nicht mit ihr geplant. Dass Melina deshalb enttäuscht ist, kann ich verstehen.“
Kunkel lehnt Reha und Regionalliga-Einsatz ab
Eine Fortsetzung ihrer Reha in Bremen mit anschließender Versetzung in die Regionalliga lehnte Kunkel ab. „Wir haben Melina die Möglichkeit gegeben, ihre Reha fortzusetzen und in der 2. Mannschaft dann zum Einsatz zu kommen. Das war der letzte Stand. Aber natürlich respektieren wir ihre Entscheidung“, so Fritz. Kunkel ist nun auf Vereinssuche. Kromp selbst äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen.
Werder-Frauen vor Neustart nach Umbruch
Für die Werder-Frauen beginnt am Donnerstag die Vorbereitung auf die neue Saison. Nach einem großen Umbruch mit zahlreichen Abgängen, darunter Torschützenkönigin Larissa Mühlhaus, wartet viel Arbeit auf Kromp und das Team. Am Mittwoch gab Werder den Transfer von Abwehrspielerin Wiktoria Zieniewicz (24) vom FC Basel bekannt. Eine Nachfolgerin für die im März abgewanderte Ex-Frauen-Chefin Birte Brüggemann wurde noch nicht gefunden, Werder strebt jedoch eine zeitnahe Lösung an.



