Der SV Werder Bremen hat die neue Trainingswoche ohne das gewohnte Mannschaftstraining begonnen. Stattdessen standen am Montag individuelle Einheiten auf dem Programm, wie der Verein mitteilte. Hintergrund ist die angespannte Personalsituation, insbesondere die anhaltende Verletzung von Mitchell Weiser.
Weiser weiterhin außen vor
Mitchell Weiser, der wichtige Außenverteidiger der Bremer, fehlte auch beim Start in die neue Woche. Der 30-Jährige laboriert an einer Muskelverletzung, die ihn bereits in den vergangenen Spielen zur Pause zwang. „Mitchell macht Fortschritte, aber wir müssen vorsichtig sein. Ein konkretes Datum für seine Rückkehr gibt es noch nicht“, erklärte Trainer Ole Werner auf der Pressekonferenz. Die genaue Diagnose lautet: Zerrung im hinteren Oberschenkel. Weiser hatte sich die Verletzung im Training vor dem Spiel gegen den FC Augsburg zugezogen.
Individuelles Programm für mehrere Spieler
Neben Weiser absolvierten auch andere angeschlagene Spieler individuelle Einheiten. Dazu zählen unter anderem Niklas Stark und Leonardo Bittencourt, die mit leichten muskulären Problemen zu kämpfen haben. „Wir wollen kein Risiko eingehen. Die Belastungssteuerung ist in dieser Phase der Saison entscheidend“, so Werner weiter. Werder Bremen steht in der Bundesliga derzeit auf dem achten Tabellenplatz und hat noch alle Chancen auf eine internationale Teilnahme.
Trainingsrückkehr frühestens Mitte der Woche
Die Rückkehr zum Mannschaftstraining ist für Mittwoch oder Donnerstag geplant, abhängig von den weiteren medizinischen Checks. „Wir hoffen, dass der Großteil der Spieler bis zum Ende der Woche wieder im Teamtraining steht“, sagte ein Sprecher des Vereins. Das nächste Pflichtspiel bestreitet Werder am Samstag auswärts gegen den VfL Wolfsburg. Ob Weiser bis dahin wieder einsatzbereit ist, bleibt fraglich. Statistik: In den bisherigen 25 Saisonspielen fehlte Weiser nur in vier Partien – seine Bedeutung für das Team ist unbestritten.
Alternativen in der Defensive
Sollte Weiser ausfallen, müsste Werner die rechte Abwehrseite umbauen. Als Optionen stehen Felix Agu und der wiedergenesene Julian Malatini bereit. „Wir haben Alternativen, aber Mitchells Qualität ist schwer zu ersetzen“, räumte Werner ein. Die Bremer Fans hoffen derweil auf eine schnelle Genesung ihres Leistungsträgers. Bereits am vergangenen Wochenende hatte Werder ohne Weiser ein 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim geholt – ein Ergebnis, das die Lücke im Kader deutlich machte.
Fazit: Geduld gefragt
Die Verletzungssituation bei Werder Bremen bleibt angespannt. Während die Mannschaft individuell arbeitet, fiebern alle dem Tag entgegen, an dem Mitchell Weiser wieder voll belasten kann. Bis dahin heißt es: Geduld haben und auf die Rückkehr des Schlüsselspielers hoffen.



